Künstliche Intelligenz frisst Energie. Viel Energie. Und die Rechnung dafür? Die könnte am Ende der normale Stromkunde zahlen. Genau das will US-Präsident Donald Trump jetzt verhindern – und hat die großen Tech-Konzerne an einen Tisch geholt.
Selbstverpflichtung im Weißen Haus
Am gestrigen Mittwoch unterzeichnete Trump eine Vereinbarung mit Vertretern von Alphabet, Microsoft, Amazon Web Services und OpenAI. Der Deal: Die Tech-Riesen verpflichten sich, den massiv steigenden Strombedarf ihrer KI-Rechenzentren selbst zu finanzieren. Das bedeutet entweder eigene Kraftwerke direkt an den Standorten oder die Übernahme von Kosten für Netzausbau und Infrastruktur.
Hintergrund ist der explosive Energiehunger moderner KI-Systeme. Ein mittelgroßes Rechenzentrum verbraucht so viel Strom wie rund 100.000 Haushalte. Eine einzelne ChatGPT-Anfrage benötigt sechs- bis zehnmal mehr Energie als eine klassische Google-Suche. In vielen Regionen wachsen deshalb die Sorgen, dass neue Datenzentren die Strompreise für Anwohner nach oben treiben.
Teil der Bezahlbarkeits-Agenda
Trump verkaufte die Initiative als Teil seiner wirtschaftspolitischen „Bezahlbarkeit“-Agenda. Mit Blick auf die Zwischenwahlen Ende 2026 will er sinkende Lebenshaltungskosten vorweisen können – ein zentrales Thema im laufenden Wahlkampf, das besonders die Demokraten besetzen. Gleichzeitig betonte er, der Ausbau von Rechenzentren sei entscheidend, damit die USA im KI-Wettbewerb mit China die Nase vorn behalten.
Für Alphabet dürfte die Vereinbarung erhebliche Zusatzkosten bedeuten. Der Konzern treibt den Ausbau seiner KI-Infrastruktur massiv voran, um im Wettbewerb mit Microsoft und OpenAI nicht zurückzufallen. Die Suchmaschine Google mag mit über 80 Prozent Marktanteil nach wie vor unangreifbar sein – doch im KI-Rennen herrscht enormer Druck. Die zusätzlichen Investitionen in eigene Stromversorgung und Infrastruktur werden die Kapitalkosten weiter erhöhen.
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