Drei Viertel des neuen Programmiercodes bei Google stammen mittlerweile von einer Künstlichen Intelligenz. Diese Zahl von CEO Sundar Pichai verdeutlicht den radikalen Umbau des Konzerns. Auf der Entwicklerkonferenz Google Cloud Next untermauerte Alphabet diesen Kurs nun mit neuer Hardware und einem prominenten Großkunden. An der Börse kommt das gut an. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 288,30 Euro und notiert damit nur rund ein Prozent unter ihrem Jahreshoch.
Neue Architektur für KI-Chips
Im Zentrum der Präsentation stand die achte Generation der Tensor Processing Units (TPUs). Erstmals spaltet Google die Architektur auf. Der Chip-Typ 8t übernimmt das Training der Modelle und liefert die dreifache Rechenleistung des Vorgängers. Die Variante 8i fokussiert sich auf die Anwendung der fertigen KIs. Sie senkt die Latenzzeiten und verbessert die Kosteneffizienz laut Unternehmensangaben deutlich.
Parallel dazu baut der Konzern seine Software-Infrastruktur aus. Die neue Gemini Enterprise Agent Platform soll Unternehmen die Entwicklung eigener KI-Agenten erleichtern. Die Nachfrage nach diesen Werkzeugen steigt rasant. Die Gemini-Plattform verzeichnet mittlerweile 750 Millionen monatliche Nutzer.
Pharmariese als Ankerkunde
Einen prominenten Abnehmer für die Unternehmenslösungen gibt es bereits. Der Pharmariese Merck & Co. macht Google Cloud für die kommenden zehn Jahre zu seinem primären KI-Partner. Das Abkommen hat ein Volumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar. Merck will die Technologie nutzen, um die Medikamentenentwicklung und klinische Studien zu beschleunigen.
Erste interne Tests zeigen Wirkung. Die Erstellung klinischer Studienberichte dauerte zuletzt nur noch wenige Tage statt mehrerer Wochen. Neben dem Pharma-Konzern sicherte sich Alphabet auch einen mehrjährigen Vertrag mit dem Investor Vista Equity Partners.
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Analysten reagierten positiv auf die Ankündigungen. BMO Capital Markets hob das Kursziel auf 410 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Outperform“. UBS passte den Zielwert auf 375 US-Dollar an. Die Schweizer Großbank verwies dabei auf das beschleunigte Wachstum der Cloud-Sparte.
Blick auf die Quartalszahlen
Diese Expansion hat ihren Preis. Marktbeobachter blicken gespannt auf die Investitionsplanung für das Jahr 2026. Die Ausgaben für die KI-Infrastruktur dürften sich auf bis zu 185 Milliarden US-Dollar belaufen. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Am 29. April legt Alphabet die Zahlen für das erste Quartal vor. Im Fokus steht dabei das Auftragsbuch, das sich zuletzt auf 240 Milliarden US-Dollar verdoppelte. Investoren fordern im Cloud-Geschäft ein Wachstum von mehr als 50 Prozent, um die massiven Investitionen in die neue Infrastruktur zu rechtfertigen.
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