Der Tech-Gigant Alphabet baut seine Position im Bereich der Künstlichen Intelligenz massiv aus und schlüpft dabei in eine ungewohnte Rolle. Statt nur Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, tritt der Konzern nun als direkter Finanzier für ein gigantisches Rechenzentrum auf. Dieser Schritt markiert eine deutliche strategische Weiterentwicklung in der Partnerschaft mit dem KI-Startup Anthropic.
Unabhängige Energieversorgung für den Dauerbetrieb
Über das Unternehmen Nexus Data Centers unterstützt Google laut Medienberichten ein über fünf Milliarden US-Dollar schweres Projekt im US-Bundesstaat Texas. Alphabet nutzt dabei seine starke Bonität, um günstige Kreditkonditionen für den Bau zu sichern, der künftig von Anthropic genutzt werden soll. Das geplante Gelände soll bis Ende 2026 eine Kapazität von rund 500 Megawatt liefern und langfristig auf gewaltige 7,7 Gigawatt anwachsen.
Um die enormen Energiemengen für KI-Anwendungen rund um die Uhr zu decken und Preisspitzen im öffentlichen Stromnetz zu umgehen, setzt Nexus auf eigene Gasturbinen. Damit sichert sich der Standort eine unabhängige Energieversorgung. Dies wird bei Großprojekten dieser Art zunehmend zum entscheidenden Faktor, da der Energiehunger der Branche die bestehenden Netze stark belastet.
Neue Einnahmequellen im Fokus
Parallel zu den Infrastruktur-Offensiven rückt die Monetarisierung der KI-Technologie in den Fokus der Wall Street. Die US-Bank Wells Fargo hob das Kursziel für Alphabet kürzlich auf 397 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Analyst Ken Gawrelski sieht den Konzern an der Schwelle zu einer neuen Phase: Während die Investitionskosten für Künstliche Intelligenz ihren Höhepunkt erreichen dürften, erholt sich der freie Cashflow durch neue Erlösquellen.
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Als zentralen Treiber identifiziert Gawrelski die Lizenzierung von Googles hauseigenen KI-Chips (TPUs). Dies stelle die erste echte, organische KI-Umsatzquelle dar, die zusätzliche Gewinne in die Kassen spülen könne.
Blick auf die kommenden Quartalszahlen
Trotz dieser positiven Analystenstimmen stand das Papier zuletzt unter Druck und notiert aktuell bei 239,95 Euro, was einem Rückgang von knapp elf Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Der Rücksetzer resultiert vor allem aus der allgemeinen Schwäche im Technologiesektor sowie anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen, die auf der Stimmung der Investoren lasten.
Am 22. April 2026 wird Alphabet die Bücher für das erste Quartal öffnen. Investoren werden dann besonders auf die Entwicklung der Cloud-Sparte achten, deren Auftragsbestand Ende des vergangenen Jahres bereits bei 240 Milliarden US-Dollar lag.
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