Alphabet treibt seinen Umbau zur KI-Hardwareschmiede mit Nachdruck voran. Wie am Dienstag bekannt wurde, verhandelt der Google-Konzern mit Marvell Technology über die gemeinsame Entwicklung von zwei spezialisierten KI-Prozessoren — ein Schritt, der die Abhängigkeit von externen Chiplieferanten weiter verringern soll.
Maßgeschneiderte Chips für die Cloud
Die geplanten Prozessoren zielen auf zwei konkrete Schwachstellen im KI-Betrieb: Inferenzeffizienz und Arbeitsspeicherverarbeitung. Beides sind kostspielige Engpässe beim Betrieb großer Sprachmodelle in der Cloud. Wer diese Prozesse billiger und schneller macht, gewinnt einen strukturellen Kostenvorteil — und genau das ist Alphabets Ziel.
Die Partnerschaft mit Marvell fügt sich in eine breitere Offensive ein. Parallel dazu plant Alphabet auf der Google Cloud Next Conference in Las Vegas die Vorstellung einer neuen Generation eigener Tensor Processing Units (TPUs). Bemerkenswert: Bereits heute nutzen Wettbewerber Alphabets Infrastruktur für ihr eigenes Modelltraining — ein Hinweis auf die bereits erreichte Reife der hauseigenen Chips.
Billionen-Investition als Fundament
Die Zahlen hinter dem Vorhaben sind beeindruckend. Für 2026 hat Alphabet eine Investitionsplanung zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar angekündigt — nach 91,4 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Großteil fließt in KI-Infrastruktur und Rechenzentren, die einen Cloud-Auftragsbestand von 240 Milliarden Dollar bedienen sollen.
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Das Fundament stimmt: 2025 überschritt Alphabet erstmals die Marke von 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Der Google-Cloud-Bereich wuchs dabei um 48 Prozent. Die KI-Plattform Gemini kommt inzwischen auf mehr als 750 Millionen monatlich aktive Nutzer.
Die Aktie notiert bei rund 288 Euro und liegt damit knapp 1,4 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch — getragen von einer Kursrally von fast 11 Prozent im vergangenen Monat.
Margentest am 29. April
Die eigentliche Bewährungsprobe kommt am 29. April, wenn Alphabet die Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorlegt. Das Kerngeschäft mit der Suche wächst weiter solide, doch Investoren wollen wissen, wie sich die massiven Kapitalausgaben auf die operative Marge auswirken. Zuletzt lag sie bei 32 Prozent — ein Niveau, das Alphabet trotz des Investitionsschubs verteidigen will. Ob die neue Chip-Architektur schnell genug Effizienzgewinne liefert, um dieses Ziel zu halten, werden die Q1-Zahlen erstmals andeuten.
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