Googles neues Open-Source-Modell Gemma 4 ist seit wenigen Tagen verfügbar — und es kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Die Aktie steht nach einem Kursrückgang von mehr als 20 % seit ihrem Allzeithoch unter Druck, und die Quartalszahlen für Q1 2026 stehen am 23. April an.
Was Gemma 4 leistet
Google veröffentlichte Gemma 4 am 2. April unter der Apache-2.0-Lizenz — ein echter Open-Source-Schritt, der Entwicklern freie Nutzung, Modifikation und kommerzielle Verwertung erlaubt. Das Modell erscheint in vier Größen, von 2 Milliarden bis 31 Milliarden Parametern. Das 31B-Modell belegt aktuell Rang drei auf dem Arena-AI-Leaderboard und übertrifft dabei Modelle, die zwanzigmal so groß sind.
Seit der ersten Gemma-Generation wurden die Modelle über 400 Millionen Mal heruntergeladen. Mehr als 100.000 Varianten existieren mittlerweile im Ökosystem — ein Fundament, das Google nun mit Gemma 4 weiter ausbaut.
Cloud-Wachstum als Kernthema
Die eigentliche Frage für Anleger ist, ob sich das KI-Engagement im Cloud-Geschäft auch in den Zahlen niederschlägt. Wells Fargo senkte zwar das Kursziel von 397 auf 361 US-Dollar, hält aber an der Einstufung „Overweight“ fest. Die Bank erwartet für Q1 2026 einen Cloud-Umsatz von 19,7 Milliarden US-Dollar — ein Wachstum von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr und eine deutliche Beschleunigung gegenüber den 48 Prozent im Vorquartal.
Im vierten Quartal 2025 hatte Google Cloud bereits 17,7 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt. Der vertragliche Auftragsbestand liegt inzwischen bei 240 Milliarden US-Dollar — ein Indikator für anhaltend starke Nachfrage nach Gemini-integrierter Infrastruktur.
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Kursdruck trotz starker Fundamentaldaten
Der Kursrückgang der vergangenen Wochen erklärt sich weniger aus den Geschäftszahlen als aus dem Umfeld. Geopolitische Unsicherheiten und Bedenken über die hohen Investitionsausgaben für 2026 — geplant sind 175 bis 185 Milliarden US-Dollar — lasteten auf dem gesamten Technologiesektor. Allein in der Woche bis zum 27. März verlor die Aktie knapp 9 Prozent.
Das operative Fundament bleibt dabei intakt: Im vierten Quartal erwirtschaftete Alphabet einen operativen Cashflow von 52,4 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn stieg um 30 Prozent auf 34,5 Milliarden US-Dollar.
Wells Fargo erwartet, dass ein starkes Cloud-Ergebnis am 23. April Analysten dazu veranlassen könnte, ihre Schätzungen für Umsatz und operatives Ergebnis nach oben zu korrigieren — was dem Titel neuen Auftrieb geben würde.
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