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Alphabet Aktie: Rechtskampf um Milliarden

Google wehrt sich juristisch gegen die Pflicht, wertvolle Suchdaten mit Wettbewerbern zu teilen. Dies droht die Rendite der milliardenschweren KI-Investitionen zu schmälern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Google klagt gegen Kartellauflage zum Datenteilen
  • Marktkapitalisierung knackt 4-Billionen-Dollar-Marke
  • Partnerschaft mit Apple sichert Zugang zu Milliarden Geräten
  • Investoren warten auf Auswirkungen der KI-Investitionen

Alphabet will nicht teilen. Während der Konzern gerade die 4-Billionen-Dollar-Marke geknackt hat, kämpft Google vor Gericht gegen eine Anordnung, die das Geschäftsmodell direkt bedroht: Die Pflicht, wertvolle Suchdaten mit Konkurrenten zu teilen – darunter OpenAI.

Der juristische Gegenschlag

Am 17. Januar 2026 reichte Google einen Antrag ein, um eine zentrale Anordnung aus dem Kartellverfahren von 2024 aufzuschieben. Damals hatte ein Gericht entschieden, dass Googles Suchmaschine ein illegales Monopol darstellt. Nun soll der Konzern seine proprietären Suchdaten mit Wettbewerbern teilen – auch mit KI-Firmen wie OpenAI.

Google argumentiert: Ein solcher Schritt vor Abschluss der Berufung würde unwiederbringlich Geschäftsgeheimnisse preisgeben. Falls das Unternehmen in der Berufung Recht bekommt, wäre der Schaden längst angerichtet. Es geht um den Kern des Geschäftsmodells – die Dateninfrastruktur, auf der das gesamte KI-Ökosystem aufbaut.

Offensive und Defensive zugleich

Nur fünf Tage zuvor hatte Alphabet seine Marktmacht eindrucksvoll demonstriert. Am 12. Januar 2025 knackte die Marktkapitalisierung erstmals die 4-Billionen-Dollar-Schwelle. Auslöser war die Bestätigung einer mehrjährigen Partnerschaft mit Apple: Googles Gemini-KI wird in Siri und andere zentrale Apple-Dienste integriert – Zugang zu über 2 Milliarden aktiven Geräten.

Diese Doppelstrategie ist kein Zufall. Alphabet investiert rund 95 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur – eigene TPU-Chips, Gemini-Modelle, Rechenzentren. Gleichzeitig verteidigt das Unternehmen vor Gericht genau jene Datenbasis, die diese Investitionen erst wertvoll macht. Müsste Google seine Daten teilen, würde die Rendite dieser Milliarden-Ausgaben massiv sinken.

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Der Kontrast zu OpenAI ist bezeichnend: Während Google seine KI über bestehende Werbeerlöse monetarisiert, denkt ChatGPT-Erfinder OpenAI laut Berichten erstmals über Werbung nach, um die laufenden Kosten zu decken. Googles etabliertes Werbegeschäft verschafft hier einen klaren Vorteil.

Zahlen voraus

Die Alphabet-Aktie der Klasse A schloss am Freitag bei 330 Dollar, nahe dem 52-Wochen-Hoch von 335,97 Dollar. Im dritten Quartal 2025 hatte der Konzern mit 102,35 Milliarden Dollar Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 2,87 Dollar die Erwartungen übertroffen.

Am 4. Februar 2026 folgen die Zahlen für das vierte Quartal. Investoren werden genau verfolgen, wie sich die KI-Partnerschaften in den Erlösen niederschlagen – und ob die milliardenschweren Infrastruktur-Investitionen erste messbare Erträge abwerfen. Der juristische Ausgang könnte über den langfristigen Wert dieser Investitionen entscheiden.

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