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Alphabet Aktie: Potentiale werden gehoben

Alphabet investiert massiv in KI und Cloud, während die Quartalszahlen am 29. April mit Spannung erwartet werden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues 52-Wochen-Hoch der Aktie
  • 40 Milliarden Dollar für KI-Startup Anthropic
  • Cloud-Wachstum von über 50 Prozent erwartet
  • Kartellrechtliche Entspannung durch US-Justizministerium

Die Alphabet-Aktie markierte am Freitag bei 293,75 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht damit ein Kursplus von fast 110 Prozent auf der Anzeigetafel. Das Momentum stimmt, wenn der Technologiekonzern in eine entscheidende Woche startet. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen massive strategische Weichenstellungen und die anstehenden Zahlen für das erste Quartal.

Milliardenwette auf Anthropic

Neue Details zur Partnerschaft mit dem KI-Startup Anthropic verdeutlichen die Ambitionen. Alphabet plant offenbar eine Investition von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Zehn Milliarden fließen demnach sofort, weitere 30 Milliarden sind an das Erreichen spezifischer Meilensteine geknüpft. Dieser Schritt sichert den Zugang zu fortschrittlichen generativen Modellen.

Parallel dazu treibt das Management den Ausbau der eigenen Rechenzentren voran. Die Investitionsausgaben für das laufende Jahr sollen sich auf bis zu 185 Milliarden Dollar belaufen. Das entspricht nahezu einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Etwas mehr als die Hälfte dieser Summe fließt direkt in die Google-Cloud-Infrastruktur.

Erwartungen an das erste Quartal

Am Mittwoch, den 29. April, öffnet der Konzern die Bücher. Erstmals wird dabei die Integration des Cloud-Sicherheitsunternehmens Wiz sichtbar sein. Alphabet hatte die Firma im März für 32 Milliarden Dollar übernommen. Analysten rechnen dadurch mit einem zusätzlichen Umsatzschub für die Cloud-Sparte.

Für das abgelaufene Quartal geht der Marktkonsens von folgenden Eckdaten aus:
* Umsatz: Rund 106,9 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent zum Vorjahr)
* Gewinn je Aktie: 2,62 bis 2,64 Dollar
* Cloud-Wachstum: Ein Plus von über 50 Prozent

Kartellrechtliche Entspannung

Rückenwind lieferte zuletzt das US-Justizministerium. Die Behörde rückte Anfang April von einer möglichen Zerschlagung des Konzerns ab. Ein erzwungener Verkauf des Chrome-Browsers oder des Android-Betriebssystems ist damit vom Tisch.

Stattdessen ordnete das Gericht einen sogenannten „Choice Screen“ an. Nutzer müssen künftig bei der Geräteeinrichtung ihre bevorzugte Suchmaschine selbst auswählen. Das schafft zwar neue wettbewerbliche Hürden im Kerngeschäft. Marktbeobachter werten diesen Ausgang dennoch als Best-Case-Szenario, da das integrierte Ökosystem intakt bleibt.

Am 29. April muss das Management nun beweisen, dass sich die historisch hohen Infrastrukturausgaben in dauerhaftes Umsatzwachstum übersetzen lassen. Im Fokus steht dabei die Monetarisierung der Gemini-Modelle über die Enterprise- und Cloud-Angebote. Begleitet wird der Bericht von den Quartalszahlen der Konkurrenten Amazon, Microsoft und Meta in derselben Woche.

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