Alphabet und Meta Platforms gelten im digitalen Werbemarkt als erbitterte Konkurrenten. Doch im kostenintensiven Wettlauf um künstliche Intelligenz entstehen nun ungewöhnliche Allianzen: Berichten zufolge hat Meta einen mehrjährigen Vertrag in Milliardenhöhe unterzeichnet, um Googles KI-Chips zu nutzen. Dieser strategische Schritt signalisiert Alphabets Transformation vom reinen Software-Giganten zu einem ernstzunehmenden Hardware-Lieferanten, der nun auch direkte Rivalen mit Rechenleistung versorgt.
Die Details der Partnerschaft
Im Zentrum der Vereinbarung stehen Googles Tensor Processing Units (TPUs). Meta plant, diese spezialisierten Chips zu leasen, um die Entwicklung der nächsten Generation seiner KI-Modelle voranzutreiben. Obwohl beide Konzerne offizielle Kommentare ablehnten, deuten Berichte darauf hin, dass die Zusammenarbeit noch weiter gehen könnte: Meta verhandelt derzeit über den direkten Kauf von TPUs für die eigenen Rechenzentren ab dem kommenden Jahr.
Für Alphabet bedeutet dies eine massive Validierung der eigenen Hardware-Strategie. Um diese Expansion zu finanzieren, hat der Konzern zudem ein Joint Venture mit einer großen Investmentfirma vereinbart. Ziel ist es, TPUs auch an andere Firmenkunden zu vermieten. Damit positioniert sich Alphabet zunehmend als direkter Lieferant von Rechenpower und verringert die Abhängigkeit vom klassischen Google-Cloud-Geschäft.
Infrastruktur und Wettbewerb
Der Deal fällt in eine Phase massiver Investitionen. Meta plant, bis 2026 rund 135 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur zu stecken, darunter den Bau von 30 Rechenzentren. Während Meta weiterhin Chips von Nvidia und AMD bezieht, zeigt der Griff zu Google-Technologie, dass der Markt nach Alternativen zu den etablierten GPU-Herstellern sucht. Auch Amazon verfolgt mit seinen Trainium-Chips ähnliche Ziele, um die Kosten für generative KI-Modelle zu senken.
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Parallel dazu sichert Alphabet diese Expansion durch Energiepartnerschaften ab. In Regionen wie Texas und Minnesota setzt das Unternehmen auf Technologien wie Eisen-Luft-Batterien, um die enorme Stromversorgung der neuen Rechenzentren stabil und sauber zu halten.
Interne Spannungen bleiben
Trotz der positiven Nachrichten an der Geschäftsfront muss das Management interne Kritik bewältigen. Am heutigen Freitag richteten über 100 Mitarbeiter aus der KI-Sparte einen Brief an die Führungsetage. Sie fordern strikte Grenzen für Regierungsaufträge und verlangen ein Verbot des Gemini-Modells für Massenüberwachung oder autonome Waffensysteme. Diese ethischen Bedenken spiegeln ähnliche Diskussionen bei Konkurrenten wie Anthropic wider.
Am Markt reagierte die Alphabet-Aktie verhalten auf die Gemengelage aus strategischem Großauftrag und internem Druck. Das Papier notiert aktuell bei 258,85 Euro und verzeichnet ein leichtes Minus von 0,63 Prozent. Langfristig dürfte jedoch entscheidend sein, wie erfolgreich Alphabet das Hardware-Geschäft als neue Umsatzsäule neben dem Werbemarkt etablieren kann.
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