Google beschleunigt seine Künstliche-Intelligenz-Strategie gleich auf mehreren Ebenen. Der Konzern präsentiert mit Gemini 3.1 Flash Lite ein neues KI-Modell, baut seine Cloud-Infrastruktur für Apple aus und treibt die Einführung von RCS Business Messaging in Europa voran. Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen Alphabets Bemühungen, seine Position im lukrativen KI-Geschäft weiter auszubauen.
Neues Gemini-Modell setzt auf Geschwindigkeit
Am Dienstag stellte Google sein neuestes KI-Modell Gemini 3.1 Flash Lite vor. Das System soll 2,5-mal schneller zur ersten Antwort kommen als der Vorgänger 2.5 Flash und die Ausgabegeschwindigkeit um 45 Prozent steigern. Dabei fällt die Preisgestaltung deutlich günstiger aus: 0,25 Dollar pro Million Input-Tokens und 1,50 Dollar für Output-Tokens.
Das Modell erreichte auf der Arena.ai Leaderboard einen Elo-Score von 1.432 Punkten und übertrifft laut Google größere Vorgängermodelle bei Aufgaben wie Übersetzungen, Content-Moderation oder der Erstellung von Benutzeroberflächen. Unternehmen wie Latitude, Cartwheel und Whering nutzen das System bereits. Die Entwickler heben besonders die dynamischen Denkfähigkeiten hervor, mit denen sich die Verarbeitungstiefe je nach Aufgabe anpassen lässt.
Apple setzt verstärkt auf Google-Infrastruktur
Parallel dazu verhandelt Apple mit Google über dedizierte Server für eine aufgerüstete Siri-Version. Laut einem Bericht von The Information erwägt der iPhone-Konzern, stärker auf Googles Cloud-Infrastruktur zu setzen, um die zuvor verschobene Neuauflage seines Sprachassistenten zu realisieren. Die nächste Generation der Apple Foundation Models soll auf Gemini-Technologie basieren und personalisiertere Funktionen ermöglichen.
Apple betont zwar, dass viele Apple-Intelligence-Funktionen weiterhin auf den Geräten selbst oder über das eigene Private Cloud Compute System laufen werden. Die Überlegungen zeigen jedoch, dass auch der iPhone-Hersteller zusätzliche externe Kapazitäten benötigt, um im KI-Wettlauf mitzuhalten. Im Vergleich zu Microsoft und Amazon investiert Apple bislang zurückhaltender in eigene KI-Rechenzentren – die Cloud-Dienste werden derzeit nur minimal ausgelastet.
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RCS-Partnerschaft erschließt niederländischen Markt
Abseits der reinen KI-Entwicklung treibt Google auch die Verbreitung moderner Messaging-Standards voran. Auf dem Mobile World Congress kündigte Twilio eine Partnerschaft mit dem niederländischen Netzbetreiber KPN an, um landesweites RCS Business Messaging über alle großen Mobilfunkbetreiber zu ermöglichen – gestützt auf Googles RCS-for-Business-Plattform.
RCS kombiniert die Reichweite von SMS mit interaktiven Funktionen wie verifizierten Absenderidentitäten, Bildern und Aktionsschaltflächen. Unternehmen können so sicherer und messbarer mit Kunden kommunizieren. Die erweiterte Geräteunterstützung für iOS wird 2026 erwartet, was die langfristige Reichweite zusätzlich erhöhen dürfte. Mit der landesweiten Abdeckung in den Niederlanden positioniert sich einer der neuesten europäischen Märkte für RCS-Geschäftskommunikation.
Die gebündelten Initiativen zeigen, wie Google seine Stellung im KI- und Cloud-Geschäft systematisch ausbaut – sowohl durch eigene Produktinnovationen als auch über strategische Partnerschaften mit Schwergewichten wie Apple.
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