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Alphabet Aktie: Investitions-Schock

Alphabet plant für 2026 eine Verdopplung der Kapitalausgaben auf bis zu 185 Milliarden Dollar, was trotz starker Quartalszahlen zu Kursverlusten führte. Analysten bewerten die Ausgabenstrategie unterschiedlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kapitalausgaben sollen sich 2026 fast verdoppeln
  • Starker Gewinn- und Umsatzsprung im letzten Quartal
  • Investitionen fließen vor allem in KI-Infrastruktur
  • Gemischte Reaktionen von Finanzexperten

Die Google-Mutter präsentierte am Mittwoch starke Quartalszahlen – doch die Börse reagiert mit Kursverlusten. Der Grund: Das Unternehmen plant für 2026 Kapitalausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar. Das entspricht nahezu einer Verdopplung gegenüber den gut 91 Milliarden Dollar aus 2025. Die Aktie verlor im frühen Donnerstagshandel rund 3 Prozent.

Analysten hatten mit deutlich niedrigeren Investitionen gekalkuliert. Die Ankündigung wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie lange kann sich selbst ein profitabler Tech-Gigant einen derartigen Ausgaben-Sprint leisten? Und vor allem – lohnt sich das überhaupt?

Das Wettrüsten verschärft sich

Der Löwenanteil der Milliarden fließt in Rechenzentren, KI-Chips und Cloud-Infrastruktur. CEO Sundar Pichai gab auf der Analystenkonferenz ungewöhnlich offen zu, was ihn nachts wachhalte: „Definitiv Computer-Kapazität.“ Engpässe bei Energie, verfügbaren Flächen und Bauteilen bereiten dem Management Sorgen.

Mit den geplanten Ausgaben übertrifft Alphabet selbst Meta, das für 2026 zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar investieren will. Die KI-Schlacht verschlingt immer mehr Ressourcen – Speicherchips für KI-Rechenzentren beanspruchen mittlerweile einen erheblichen Teil der weltweiten Produktionskapazitäten. Die logische Folge: steigende Preise.

Chipanbieter profitierten unmittelbar von der Ankündigung. Nvidia-Aktien kletterten vorbörslich um 1,6 Prozent, Broadcom legte knapp 5 Prozent zu. Dort wird ein Großteil der Alphabet-Milliarden landen.

Werbegeschäft läuft auf Hochtouren

Immerhin kann sich Alphabet die Ausgaben leisten. Das Werbegeschäft wuchs im vierten Quartal um 13,5 Prozent auf 82,3 Milliarden Dollar. Die Gesamterlöse stiegen um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden Dollar. Der Konzerngewinn kletterte um fast 30 Prozent auf 34,5 Milliarden Dollar.

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Besonders bemerkenswert: Die KI-Integration in die Google-Suche schadet dem Geschäftsmodell offenbar nicht. Pichai betonte, dass KI-Antworten in den Suchergebnissen die Nutzung sogar erhöhten. Nutzer stellten im KI-Modus mehr Folgefragen. Die Gemini-App kommt inzwischen auf 750 Millionen monatliche Nutzer.

Ein weiterer Erfolg: Apple entschied sich für Gemini als Basis für eine verbesserte Siri-Version. Pichai bezeichnete Apple als bevorzugten Cloud-Partner – ein strategischer Coup im Kampf gegen OpenAI.

Die Schattenseite der Mega-Investitionen

Citi-Analyst Ronald Josey sieht die hohen Ausgaben angesichts der KI-Nachfrage positiv. Barclays-Experte Ross Sandler warnt hingegen: Der freie Mittelzufluss werde 2026 in Richtung Null tendieren. Alphabet habe im vierten Quartal bereits die Aktienrückkäufe deutlich reduziert – vermutlich wegen des Kapitalbedarfs.

Jefferies-Analyst Brent Thill verweist auf ein weiteres Problem: Frühere Mega-Investitionen führen zu steigenden Abschreibungen. Diese werden zunehmend zum Gegenwind für die Profitabilität.

Die Kapitalmärkte müssen sich nun damit abfinden, Alphabet künftig über das Kurs-Gewinn-Verhältnis zu bewerten statt über den Barmittelfluss. Das dürfte die Bewertungsdiskussion neu entfachen – gerade in einem Marktumfeld, das von Unsicherheit geprägt ist.

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