Lange Zeit galt künstliche Intelligenz vor allem als teures Forschungsprojekt. Nun beweist der Google-Mutterkonzern, dass sich die Milliardeninvestitionen in greifbare Produkte verwandeln lassen. Mit einem aggressiven Preisangriff im KI-Videomarkt und rasant wachsenden Nutzerzahlen bei der Robotaxi-Tochter Waymo demonstriert das Unternehmen seine kommerzielle Stärke.
Monopolstellung im KI-Videomarkt
Im Bereich der künstlichen Intelligenz nutzt der Konzern eine strategische Lücke der Konkurrenz. Während OpenAI sein hochgelobtes Video-Modell Sora wegen explodierender Betriebskosten einstellt, bringt Google mit Veo 3.1 Lite eine extrem günstige Alternative auf den Markt. Entwickler zahlen für die Erstellung von Videos in 720p-Auflösung nur noch fünf US-Cent pro Sekunde.
Dieser Schritt erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. OpenAI verzeichnete bei Sora geschätzte tägliche Kosten von 15 Millionen US-Dollar, denen kaum nennenswerte Einnahmen gegenüberstanden. Selbst Großpartner wie Disney zogen sich kürzlich zurück. Da die Konkurrenz den Markt für Entwickler-Schnittstellen faktisch räumt, positioniert sich Google nun als dominanter Anbieter für kommerzielle KI-Videoanwendungen in großem Maßstab.
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Waymo drückt aufs Tempo
Parallel dazu liefert die Tochtergesellschaft Waymo handfeste operative Fortschritte. Die Flotte von rund 3.000 autonomen Fahrzeugen absolviert mittlerweile eine halbe Million kostenpflichtige Fahrten pro Woche in zehn US-Städten. Das entspricht einer Verzehnfachung seit Mai 2024. Bis zum Jahresende peilt das Management sogar die Marke von einer Million wöchentlichen Fahrten an und bereitet bereits die Expansion in Märkte mit Linksverkehr wie London und Tokio vor.
Das rasante Wachstum ruft allerdings auch die US-Verkehrsbehörden auf den Plan. Aktuelle Untersuchungen der NHTSA zu Vorfällen mit Schulbussen sowie Beschwerden aus San Francisco über blockierte Straßen zeigen, dass die Skalierung der Robotaxis handfeste regulatorische Hürden mit sich bringt.
Blick auf die Zahlen
An der Börse reagieren Anleger heute leicht verhalten auf die operative Entwicklung. Die Papiere notieren mit einem Minus von 1,64 Prozent bei 252,65 Euro, blicken aber auf einen deutlichen Wertzuwachs von knapp 75 Prozent auf Sicht der letzten zwölf Monate zurück. Am 28. April 2026 wird Alphabet die Bücher für das erste Quartal öffnen. Nach einem starken Vorjahr mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf über 402 Milliarden US-Dollar werden die neuen Zahlen zeigen, wie stark die Vorstöße abseits des klassischen Suchmaschinengeschäfts bereits zum Konzerngewinn beitragen.
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