Alphabet hat innerhalb von 48 Stunden gleich zwei weitreichende Entscheidungen getroffen. Die Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Wiz wurde abgeschlossen — und gleichzeitig zieht sich der Konzern aus dem direkten Betrieb seines Glasfasergeschäfts zurück. Zwei Schritte, die zeigen, wohin die Reise gehen soll.
Die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte
Mit 32 Milliarden US-Dollar ist der Wiz-Deal die teuerste Akquisition, die Alphabet je getätigt hat. Das in New York ansässige Unternehmen wird in die Cloud-Sparte integriert, um die Sicherheitsarchitektur für Multi-Cloud- und KI-Umgebungen zu stärken — ein Bereich, der angesichts wachsender Konkurrenz durch Microsoft Azure und AWS strategisch immer wichtiger wird.
Zeitgleich vollzieht Alphabet einen Rückzug aus der Breitbandinfrastruktur: Die GFiber-Sparte fusioniert mit Astound Broadband, das vom Infrastrukturinvestor Stonepeak unterstützt wird. Alphabet wird dabei zum Minderheitsgesellschafter. Das Unternehmen behält damit Exposure im Glasfasermarkt, ohne weiter direkt in den kapitalintensiven Netzausbau investieren zu müssen.
KI-Offensive auf breiter Front
Parallel dazu treibt Alphabet seine KI-Strategie konsequent voran. Mit dem multimodalen Modell Gemini Embedding 2 sowie neuen Funktionen wie KI-gestützter Kartensuche und immersiver Navigation baut der Konzern sein Produktportfolio aus. Im Unternehmensbereich sicherte sich die Cloud-Sparte eine mehrjährige Partnerschaft mit dem europäischen Sender Canal+, der generative KI-Tools für Videoproduktion und Inhaltsempfehlungen nutzen will.
YouTube erhält ebenfalls Aufmerksamkeit: Das Videoportal hat seine Deepfake-Erkennungssysteme ausgeweitet — kurz nachdem das Analysehaus MoffettNathanson die Plattform als weltgrößtes Medienunternehmen eingestuft hat.
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Milliarden-Investitionen unter Beobachtung
Die starken Quartalszahlen liefern den finanziellen Rückhalt für diese Ambitionen: 113,8 Milliarden Dollar Umsatz im letzten Quartal entsprechen einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Gewinn je Aktie lag bei 2,82 Dollar.
Doch der Markt richtet den Blick bereits auf die nächste Stufe. Für 2026 plant Alphabet Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar — allein für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Citi schätzt, dass die großen Technologiekonzerne in diesem Jahr gemeinsam über 630 Milliarden Dollar in Rechenzentren und Computing-Kapazitäten stecken werden. Hinzu kommen makroökonomische Belastungen: Steigende Ölpreise und nachlassende Zinssenkungserwartungen der Fed drücken auf den gesamten Technologiesektor.
Die Alphabet-Aktie notiert aktuell rund acht Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 291,60 Euro — ein Niveau, das den Konzern trotz aller Unsicherheiten auf einem soliden Fundament zeigt.
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