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Alphabet Aktie: Einmal umschauen

Alphabet knackt erstmals 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz, kündigt jedoch eine Verdopplung der Investitionen für 2026 an. Der Fokus liegt auf KI-Infrastruktur, während Kartellverfahren den Aktienkurs dämpfen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erstmals über 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz
  • Investitionsplan für 2026 fast verdoppelt
  • Google Cloud wächst um 48 Prozent
  • Abschluss der größten Akquisition mit Wiz

Alphabet hat 2025 als erstes Unternehmen der Geschichte die Marke von 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz geknackt — und gleichzeitig einen Investitionsplan angekündigt, der Anleger nachdenklich stimmt. Das Bild ist widersprüchlich: Rekordwachstum auf der einen Seite, eine fast verdoppelte Investitionsrechnung auf der anderen.

Die Zahlen hinter dem Rekordjahr

Das vierte Quartal 2025 lieferte starke Ergebnisse. Der Quartalsumsatz stieg um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie von 2,82 Dollar übertraf den Analystenkonsens von 2,63 Dollar deutlich. Für das Gesamtjahr kletterte der Umsatz auf 402,8 Milliarden Dollar — ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr — während der Gewinn um 32 Prozent zulegte.

Besonders Google Cloud stach heraus: Die Sparte wuchs um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar im Quartal und erreichte zum Jahresende eine annualisierte Umsatzrate von über 70 Milliarden Dollar. Treiber war die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur im Unternehmensbereich. YouTube überschritt erstmals die Marke von 60 Milliarden Dollar Jahresumsatz — mehr als Disney mit seinen Mediensparten erwirtschaftet.

Milliarden für KI — und die Frage nach der Rendite

Der Ausblick auf 2026 sorgt für Gesprächsstoff. Alphabet plant Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Das Geld fließt vor allem in KI-Infrastruktur. Management-Aussagen zufolge sollen diese Ausgaben die Nachfrage bedienen und Wachstumschancen sichern. Ob die Rendite in einem angemessenen Verhältnis zu diesen Ausgaben steht, werden voraussichtlich die Q1-Zahlen am 22. April zeigen.

Hinzu kommen kartellrechtliche Verfahren aus mehreren Richtungen, die den Bewertungsspielraum begrenzen. Die Marktreaktion auf die starken Quartalszahlen fiel entsprechend verhalten aus.

Wiz, Waymo und der KI-Chip-Markt

Am 11. März schloss Alphabet die Übernahme von Wiz ab — Googles größte Akquisition aller Zeiten. Das Cloud-Sicherheitsunternehmen, das 2025 bereits über eine Milliarde Dollar wiederkehrenden Jahresumsatz erzielte, wird Teil von Google Cloud, bleibt aber als eigenständige Marke erhalten und soll weiterhin Kunden auf konkurrierenden Cloud-Plattformen bedienen. Eine strategische Entscheidung, die Vertrauen im Unternehmensmarkt aufbauen soll.

Parallel dazu sicherte Waymo im Februar eine Finanzierungsrunde von 16 Milliarden Dollar — größtenteils von Alphabet selbst. Der Robotaxi-Dienst absolviert inzwischen über 400.000 vollautonome Fahrten pro Woche in sechs US-Städten und will 2026 in mehr als 20 weitere Städte expandieren, darunter Tokio und London.

Auch im KI-Chip-Geschäft zeichnen sich neue Erlösquellen ab: Anthropic kündigte an, eine Million Tensor Processing Units von Alphabet zu kaufen. Berichten zufolge verhandelt auch Meta über Milliarden-Einkäufe dieser Chips.

Morgen, am 16. März, erhalten Aktionäre die Quartalsdividende von 0,21 Dollar je Aktie — eine Routinezahlung, die bei einer Dividendenrendite von rund 0,28 Prozent kaum im Mittelpunkt steht. Das eigentliche Thema bleibt die Frage, ob Alphabets massiver KI-Investitionsplan die erwarteten Erträge liefert — eine Antwort darauf gibt es Ende April.

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Diskussion zu Alphabet

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.