Die Google-Mutter Alphabet treibt die kommerzielle Verwertung ihrer Cloud- und KI-Dienste bei globalen Großunternehmen voran. Am Donnerstag vereinbarte die französische Großbank BNP Paribas eine auf fünf Jahre angelegte Partnerschaft mit Google Cloud. Die Kooperation verschafft dem europäischen Finanzinstitut einen erweiterten Zugang zur Cloud-Infrastruktur sowie zu den Gemini-Modellen des Technologiekonzerns.
Expansion im Enterprise-Geschäft
Die Vereinbarung stärkt die Position des Konzerns im Wettbewerb um lukrative KI-Großaufträge. Nur wenige Tage zuvor, am 15. September, hatten bereits Salesforce und Google Cloud den Ausbau ihrer strategischen Allianz bekannt gegeben. Dabei sollen Salesforce-Workloads über die Hyperforce-Plattform auf Google Cloud übertragen werden, verbunden mit geteilten Daten und gemeinsamen Werkzeugen für KI-Agenten.
Dieser Ausbau der Unternehmenskontakte verschafft Alphabet wichtige Einnahmequellen abseits des klassischen Such- und Werbemarktes. Die Integration moderner Modellarchitekturen in geschäftskritische Bank- und Vertriebsprozesse untermauert das Bestreben, Großkunden langfristig an die eigene Software-Infrastruktur zu binden.
Analysten heben ihre Kursziele an
An der Wall Street stießen die operativen Weichenstellungen bei führenden Analysten auf Zustimmung. Mark Mahaney von Evercore ISI erhöhte das Kursziel für die Aktie am 17. September von $420 auf $450 und bestätigte seine Einstufung mit Outperform. Am 18. September zog Ivan Feinseth von Tigress Financial nach, hob die Zielmarke von $415 auf $485 an und beließ das Papier auf Strong Buy.
Die Zuversicht der Marktbeobachter gründet vor allem auf dem anhaltenden Wachstum der Cloud-Sparte und der raschen Implementierung generativer Anwendungen im Firmenkundengeschäft. Zwar bleibt Alphabet in verschiedenen Märkten regulatorischen Verfahren ausgesetzt, die Nachfrage nach Rechenleistung und Sprachmodellen federt diese Unsicherheiten jedoch ab.
Aktie behauptet Jahresgewinne
Am Kapitalmarkt zeigt sich der Titel im bisherigen Jahresverlauf in einer soliden Verfassung. Im deutschen Handel schloss das Papier am Freitag bei 301,90 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Wertzuwachs damit auf 13 Prozent, wenngleich die Notierung noch 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch liegt.
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