Alphabet startet in die erste volle Handelswoche des Jahres 2026 mit deutlichem Rückenwind von der Wall Street. Gleich zwei namhafte Investmentbanken machen die Google-Mutter zum Jahresbeginn zu einem ihrer Top-Favoriten – untermauert mit konkreten Zahlen und einem ambitionierten neuen Kursziel. Die Frage ist: Rechtfertigt die Bewertung die hohen Erwartungen an die KI-Strategie?
Doppelte Unterstützung binnen 48 Stunden
Am Wochenende hob Jefferies das Kursziel für Alphabet von 320 auf 365 US-Dollar an. Das impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 16 Prozent ausgehend vom aktuellen Niveau. Fast zeitgleich kürte J.P. Morgan-Analyst Doug Anmuth die Aktie zum „Top Pick“ für 2026. Anmuth, der zu den Top-2-Prozent der Analysten zählt, sieht Alphabet neben Amazon als Hauptprofiteur der fortschreitenden KI-Integration im Internet-Geschäft. Die Investmentbank erwartet für die von ihr abgedeckten Mega-Cap-Internet-Titel ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich.
Parallel dazu konkretisiert Google seine KI-Offensive. Das Unternehmen testet derzeit einen neuen KI-Agenten namens „CC“, der zahlenden Nutzern in den USA und Kanada personalisierte Morgen-Briefings liefern soll. Zudem verarbeitet das Gemini 3 Flash-Modell mittlerweile über eine Billion Tokens pro Tag – ein Beleg dafür, dass die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur bereits produktiv genutzt werden.
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Bewertung auf historischem Höchststand
Die Euphorie hat ihren Preis: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Alphabet liegt bei 31,09 – rund 33 Prozent über dem 12-Monats-Durchschnitt von 23,39 und deutlich oberhalb des 5-Jahres-Mittels von 24,62. Investoren zahlen offenbar einen Premium-Aufschlag für die Dominanz im Suchmaschinenmarkt (etwa 90 Prozent Marktanteil) und das rasante Cloud-Wachstum. Google Cloud legte zuletzt um 34 Prozent im Quartalsvergleich zu.
Innerhalb der „Magnificent Seven“ zählte Alphabet 2025 zu den Überfliegern und wurde nur von Nvidia übertroffen. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der chinesische Wettbewerber DeepSeek veröffentlichte Anfang Januar neue architektonische Ansätze, die mittelfristig die Dominanz Transformer-basierter Modelle infrage stellen könnten.
Fokus auf Margenentwicklung
Das Jefferies-Kursziel von 365 US-Dollar markiert eine neue psychologische Schwelle. Entscheidend wird sein, ob sich die geplanten Kapitalausgaben von über 91 Milliarden US-Dollar pro Jahr direkt in verbesserten Margen bei Google Cloud und Search niederschlagen. Die kommende Berichtssaison dürfte hierauf erste Antworten liefern – 45 Analystenbewertungen stehen auf „Kaufen“, nur sechs auf „Halten“.
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