Alphabet baut sein Geschäftsmodell radikal um. Die klassische Suchmaschine rückt in den Hintergrund. Stattdessen ruft CEO Sundar Pichai die Ära der autonomen KI-Agenten aus. Dieser Umbruch erfordert gigantische Investitionen in neue Rechenzentren.
Auf der Entwicklerkonferenz präsentierte der Konzern das neue Modell Gemini 3.5 Flash. Es arbeitet viermal schneller als der Vorgänger. Das Highlight ist der Assistent Gemini Spark. Er erledigt komplexe Aufgaben wie das Organisieren von Dokumenten völlig selbstständig. Die Nutzerbasis wächst rasant. Die Gemini-App verzeichnet mittlerweile 900 Millionen aktive Nutzer pro Monat.
Milliardenpakt für neue Rechenzentren
Um den enormen Rechenbedarf zu decken, schmiedet Alphabet eine Allianz. Der Konzern gründet ein Joint Venture mit dem Finanzinvestor Blackstone. Blackstone schießt zunächst fünf Milliarden Dollar Eigenkapital ein. Inklusive Fremdkapital könnte das Projektvolumen auf 25 Milliarden Dollar anwachsen.
Das Ziel: eine reine Compute-as-a-Service-Plattform in den USA. Die neuen Rechenzentren nutzen ausschließlich Googles hauseigene Prozessoren. Die achte Generation dieser Chips liefert die dreifache Leistung der Vorgänger. Analysten werten diesen Schritt als direkten Angriff auf die Marktmacht von Nvidia.
Cloud-Wachstum und Investorenwechsel
Das operative Geschäft liefert das nötige Kapital für diese Expansion. Im ersten Quartal kletterte der Konzernumsatz auf knapp 110 Milliarden Dollar. Treiber ist das Cloud-Segment mit einem Umsatzsprung von 63 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alphabet?
Dieses Wachstum hat seinen Preis. Alphabet plant für das Gesamtjahr Investitionen von bis zu 190 Milliarden Dollar. Große Investoren reagieren darauf unterschiedlich. Berkshire Hathaway verdreifachte seine Position im ersten Quartal auf 58 Millionen Aktien. Der Hedgefonds Pershing Square verkaufte indes fast seine gesamten Anteile.
Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Loop Capital hob das Kursziel auf 490 Dollar an. Mizuho peilt 460 Dollar an und verweist auf das starke Cloud-Geschäft. Ein Risiko bleibt die Monetarisierung der KI-Suche. Aktuell führen 93 Prozent dieser Suchanfragen zu keinen Klicks auf externe Webseiten.
An der Börse honoriert man den Kurswechsel bereits. Die Alphabet-Aktie notiert aktuell bei rund 335 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 25 Prozent zu Buche. Damit bewegt sich das Papier dicht an seinem 52-Wochen-Hoch.
Alphabet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alphabet-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Alphabet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alphabet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alphabet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
