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Symbolbild, KI-generiert

Alphabet Aktie: 180 bis 190 Milliarden CapEx 2026

Alphabet schließt Rekord-Kapitalerhöhung ab, doch Zinsängste drücken den Aktienkurs. Berkshire Hathaway investiert zehn Milliarden Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekord-Kapitalerhöhung von 84,75 Milliarden Dollar
  • Berkshire Hathaway investiert zehn Milliarden Dollar
  • GPU-Deal mit SpaceX als Brückenlösung
  • Zinsangst belastet Alphabet-Aktie trotz starker Nachrichten

Alphabet hat eine der größten Kapitalerhöhungen der US-Unternehmensgeschichte abgeschlossen — und trotzdem schloss die Aktie die Woche im Minus. Der Grund liegt nicht im Unternehmen selbst, sondern am Zinsmarkt.

Berkshire Hathaway als Ankerinvestor

Das Volumen der Kapitalerhöhung beläuft sich auf 84,75 Milliarden Dollar. Ursprünglich waren 80 Milliarden geplant, doch die Nachfrage war so stark, dass Alphabet das Volumen aufstockte.

Den größten Einzelposten sicherte sich Berkshire Hathaway. Unter CEO Greg Abel kaufte der Konzern Anteile im Wert von 10 Milliarden Dollar. Class-A-Aktien gingen zu 351,81 Dollar weg, Class-C-Aktien zu 348,20 Dollar — Abschläge von 5,5 beziehungsweise 6,5 Prozent gegenüber dem Marktpreis. Alphabet wird damit voraussichtlich zu einer der größten Einzelpositionen im Berkshire-Portfolio.

Das frische Kapital fließt direkt in den Infrastrukturausbau. Alphabet hat das Investitionsbudget für 2026 auf 180 bis 190 Milliarden Dollar angehoben. Das Management begründet das offen: Die KI-Nachfrage übersteige das Angebot derzeit deutlich.

GPU-Deal mit SpaceX überbrückt Hardware-Engpass

Weil die eigene Infrastruktur noch nicht ausreicht, hat Google einen ungewöhnlichen Weg gewählt. Laut SEC-Unterlagen zahlt Google SpaceX rund 920 Millionen Dollar pro Monat — von Oktober 2026 bis Juni 2029. Dafür erhält Google Zugang zu 110.000 NVIDIA-GPUs, die die Gemini-KI-Modelle befeuern sollen.

Der Vertrag enthält eine klare Frist. SpaceX muss die Rechenkapazität bis zum 30. September 2026 bereitstellen — sonst kann Google kündigen. Die Vereinbarung gilt als Brückenlösung, bis Alphabets eigene Rechenzentren die Last tragen können.

Zinsdruck belastet trotz starker Nachrichten

Kein Wunder, dass Anleger trotzdem nervös reagierten. Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai überraschte mit 172.000 neuen Stellen — mehr als doppelt so viele wie die erwarteten 80.000. Das schürte Sorgen vor länger hohen Zinsen. Der Nasdaq verlor daraufhin vier Prozent.

Alphabet-Aktien schlossen am Freitag bei 320,25 Euro, ein Minus von 0,12 Prozent auf Tagesbasis und 1,79 Prozent auf Wochensicht. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 19 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 262,11 Euro — die Aktie notiert gut 22 Prozent darüber.

Energie, Regulierung und politische Signale

Parallel zum Kapitalthema baut Alphabet seine physische Infrastruktur aus. In Texas entsteht mit dem „Meitner Energy Center“ ein Projekt mit mehr als einem Gigawatt erneuerbarer Energie und Batteriekapazität — gemeinsam mit dem Energieunternehmen Intersect Power.

Politisch verschieben sich die Vorzeichen. Präsident Trump erklärte, die Regierung prüfe staatliche Beteiligungen an KI-Unternehmen. Google-Mitgründer Sergey Brin wurde in den Wissenschaftsberatungsrat des Präsidenten berufen, der künftige KI- und Kryptopolitik mitgestalten soll. Für Alphabet öffnen sich damit Kanäle in die Washingtoner Entscheidungszentren — zu einem Zeitpunkt, an dem die Regulierung des KI-Sektors noch vollkommen offen ist.

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