Startseite » Industrie » Almonty: Sangdong-Anlage am 17. März in Betrieb

Almonty: Sangdong-Anlage am 17. März in Betrieb

Almonty Industries vollzieht strategischen Wandel zum Wolfram-Lieferanten für die US-Verteidigungsindustrie und startet Produktion in Südkorea.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Firmensitz in die USA verlegt
  • Kommerzielle Produktion in Südkorea angelaufen
  • Wolfram für Rüstungsindustrie unverzichtbar
  • Über 200 Millionen US-Dollar eingesammelt

Ein Kursplus von über 700 Prozent in zwölf Monaten spricht eine deutliche Sprache. Almonty Industries wandelt sich vom kanadischen Entwickler zum strategischen Lieferanten für die US-Rüstungsindustrie. Nach dieser rasanten Rally legt die Aktie nun eine Atempause ein.

Am Freitag schlossen die Papiere bei 29,76 Kanadischen Dollar. Auf Wochensicht verbucht der Wert zwar ein Minus von gut sieben Prozent. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt mit einem Jahresplus von 147 Prozent jedoch intakt.

Fokus auf US-Verteidigung

Hinter der Neubewertung steht ein radikaler Umbau. Mitte April verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz von Toronto ins US-amerikanische Dillon in Montana. Dieser Schritt positioniert Almonty in direkter Nähe zum kürzlich erworbenen Gentung-Wolframprojekt. Das Management richtet sich damit gezielt auf US-Regierungsbehörden und Rüstungskonzerne aus.

Wolfram ist für panzerbrechende Munition und Hochtechnologie unverzichtbar. Ab 2027 greifen in den Vereinigten Staaten neue Beschaffungsrichtlinien, die den Bezug kritischer Mineralien aus China stark einschränken. Almonty baut genau für dieses Zeitfenster eine westliche Lieferkette auf. Finanziert wurde diese Neuausrichtung durch massive Kapitalzuflüsse. Allein im vergangenen Jahr sammelte das Unternehmen bei einem Börsengang und einer anschließenden Finanzierungsrunde über 200 Millionen US-Dollar ein.

Produktionsstart in Südkorea

Während die Unternehmenszentrale in die USA wandert, liefert das operative Herzstück in Südkorea Ergebnisse. Die Sangdong-Mine hat im März die kommerzielle Produktion aufgenommen. In der ersten Ausbaustufe verarbeitet die Anlage jährlich 640.000 Tonnen Erz. Der Wolfram-Gehalt liegt dabei weit über dem globalen Durchschnitt.

Ein weiterer Ausbau ist für 2027 geplant. Bei voller Auslastung soll das Projekt rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken. Analysten werten diese Marktstellung positiv. Texas Capital startete kürzlich die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 25 US-Dollar.

Die sogenannte „Korean Trinity“-Strategie verbindet die Sangdong-Mine mit einem angrenzenden Molybdän-Vorkommen und einer geplanten Wolframoxid-Anlage. Diese Wertschöpfungskette zielt exakt auf die US-Beschaffungsmandate ab. Sobald die erste Produktionsphase ihre volle Kapazität erreicht, wird sich die Profitabilität des neuen Geschäftsmodells in den Bilanzen niederschlagen.

Anzeige

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 24. August liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.