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Almonty: REEShore Act 2027 als Katalysator

Das US-Militärverbot für chinesisches Wolfram ab 2027 katapultiert Almonty Industries in eine Schlüsselrolle als westlicher Lieferant für Rüstung und Halbleiter.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Importverbot für chinesisches Wolfram ab 2027
  • Almonty-Aktie verzeichnet 730 Prozent Plus in einem Jahr
  • Sangdong-Mine in Südkorea startet kommerzielle Produktion
  • Zweites Projekt in Montana für 2026 geplant

Ab 2027 verbannt das US-Militär chinesisches Wolfram aus seinen Rüstungsgütern. Für Almonty Industries verwandelt dieses Gesetz eine geopolitische Sorge in einen harten regulatorischen Stichtag. Der Bergbaukonzern positioniert sich genau an der Schnittstelle zweier globaler Megatrends: der Aufrüstung westlicher Armeen und dem Superzyklus der Halbleiterindustrie.

Die Börse nimmt dieses Szenario bereits vorweg. Auf Jahressicht verzeichnet die Almonty-Aktie ein massives Plus von rund 730 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 30,78 Kanadischen Dollar.

Ein leichtes Tagesminus ändert wenig an der übergeordneten Dynamik. Der Wert bewegt sich knapp unter seinem jüngsten Hoch, auch wenn technische Indikatoren auf eine kurzfristig heiß gelaufene Lage hindeuten. Acht Analysten raten derzeit zum Kauf, angetrieben von der Erwartung eines drastischen Angebotsengpasses.

Tiefe Integration in die US-Rüstung

Die Transformation zum strategischen US-Lieferanten nimmt konkrete Züge an. Almonty hat ehemalige Generäle der US-Armee in den Vorstand geholt und eine Partnerschaft mit American Defense International geschlossen. Hintergrund ist der sogenannte REEShore Act. China kontrolliert derzeit über 80 Prozent der globalen Wolfram-Produktion und hat Exportbeschränkungen erlassen. Das US-Gesetz zwingt Rüstungskonzerne nun, ihre Lieferketten rasch umzubauen.

Das operative Fundament dieser Strategie liegt in Südkorea. Die Sangdong-Mine kehrte im März nach drei Jahrzehnten in die kommerzielle Produktion zurück. Die Investmentbank DA Davidson rechnet bis zum zweiten Quartal 2026 mit dem vollständigen Hochlauf. Ein langjähriger Abnahmevertrag mit einem führenden US-Rüstungskonzern sichert einen Großteil der ersten Produktionsphase zu festen Mindestpreisen ab.

Das Management blickt bereits weiter. Eine zweite Ausbaustufe soll im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Die Kapazität würde sich dadurch massiv erhöhen, was die Position des Unternehmens als westliche Alternative zu chinesischen Lieferanten festigt.

Das US-Projekt in Montana

Parallel dazu treibt Almonty ein heimisches Projekt voran. Die Gentung-Lagerstätte in Montana gilt als eines der am weitesten fortgeschrittenen unerschlossenen Wolfram-Vorkommen der Vereinigten Staaten. Vorbesitzer haben bereits umfangreiche Vorarbeiten bei Genehmigungen und Infrastruktur geleistet.

Dies ermöglicht einen ungewöhnlich schnellen Weg zur Förderung. Erste Entwürfe peilen eine Jahresproduktion von rund 140.000 metrischen Tonnen-Einheiten an. Der Produktionsstart wird für die zweite Jahreshälfte 2026 anvisiert.

Die kommenden Monate erfordern nun operative Präzision. Mit dem Hochlauf in Südkorea und dem geplanten Produktionsstart in Montana bis Ende 2026 muss das Management beweisen, dass die Anlagen die ehrgeizigen Zeitpläne erfüllen. Gelingt die Skalierung wie angekündigt, füllt Almonty exakt die Lücke, die das US-Importverbot ab 2027 in den Lieferketten der Rüstungs- und Halbleiterindustrie aufreißt.

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