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Almonty Industries Aktie: Wolfram bricht alle Rekorde

Almonty Industries profitiert mit seiner Sangdong-Mine von historischen Wolframpreisen und chinesischen Exportbeschränkungen. Analysten erhöhen die Kursziele deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wolframpreis erreicht historisches Allzeithoch
  • Sangdong-Mine deckt 40% der Nachfrage außerhalb Chinas
  • Analysten erwarten Umsatzsprung auf fast 750 Mio. CAD
  • Kursziele werden deutlich nach oben korrigiert

Japanische Lieferanten von Wolframhexafluorid — einem unverzichtbaren Gas für die Chipproduktion — haben ihre südkoreanischen Kunden bereits gewarnt: Ab diesem Sommer können sie die Lieferungen nicht mehr aufrechterhalten. Der Grund liegt in Pekings drastischen Exportbeschränkungen für Wolfram. Für Almonty Industries, dessen Sangdong-Mine in Südkorea gerade den Betrieb aufgenommen hat, könnte der Zeitpunkt kaum günstiger sein.

Rekordpreise und kein Ende in Sicht

Der Wolframpreis hat zuletzt die Marke von 3.000 US-Dollar je metrischer Tonneneinheit (MTU) überschritten — ein historisches Allzeithoch. Seit Ende Dezember hat sich der Preis mehr als verdreifacht. Grundlage ist der Branchenstandard Ammonium-Parawolframat (APT), dessen Spotpreis nach US-Zöllen auf chinesische Wolframprodukte und den anschließenden chinesischen Gegensanktionen bereits bis Mitte März auf 2.250 Dollar gestiegen war.

China, Russland und Nordkorea kontrollieren zusammen schätzungsweise 95 Prozent des weltweiten Wolframangebots. BMO-Analysten prognostizieren für 2026 ein weiteres Angebotsdefizit — westliche Bemühungen, alternative Lieferketten aufzubauen, werden nach Einschätzung der Analysten noch Jahre brauchen, bevor sie nennenswerte Kapazitäten erreichen.

Sangdong als Dreh- und Angelpunkt

Die Sangdong-Mine verfügt über eine erwartete Lebensdauer von mehr als 45 Jahren und einen durchschnittlichen Erzgehalt von rund 0,51 Prozent Wolframtrioxid — etwa dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt. Bei voller Kapazität soll Sangdong rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.

Eine geplante Phase-2-Erweiterung, die 2027 in Betrieb gehen soll, würde die Verarbeitungskapazität auf rund 1,2 Millionen Tonnen Erz jährlich erhöhen und die Wolframproduktion auf etwa 4.600 Tonnen pro Jahr verdoppeln. Das Management bezeichnet das Gesamtprojekt — bestehend aus der Mine, einer Wolframoxid-Anlage und dem benachbarten Molybdän-Vorkommen — als „Korean Trinity“: eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette, die Südkorea als globales Zentrum für Wolframproduktion und -verarbeitung positionieren soll.

Umsatzsprung von einer anderen Dimension

Die Zahlen, die Analysten für 2026 erwarten, sind bemerkenswert. Während die kleinere Panasqueira-Mine in Portugal 2025 noch einen Umsatz von 32,5 Millionen kanadischen Dollar erwirtschaftete, projizieren Analysten für 2026 einen Umsatz von 747,7 Millionen CAD — getrieben durch den Hochlauf von Sangdong. Das erwartete EBITDA liegt bei 488,1 Millionen CAD, was einer Marge von über 50 Prozent entspräche. Das Management selbst peilt bis 2028 eine Nettomarge von 60 Prozent und einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde kanadischer Dollar an.

Ergänzt wird das Portfolio durch das Gentung Browns Lake-Projekt im US-Bundesstaat Montana, das für die zweite Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll. Die US-Regierung hat Almontys Wolframerze, -konzentrate und -oxide ausdrücklich von Gegenzöllen ausgenommen — ein klarer Hinweis auf die strategische Bedeutung des Materials für Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie die Halbleiterindustrie.

Analysten erhöhen die Kursziele deutlich

Alliance-Global-Analyst Jake Sekelsky hob sein Kursziel von 14 auf 19,25 US-Dollar an und bestätigte seine Kaufempfehlung. GBC-Analysten gingen noch weiter: Sie erhöhten ihr Kursziel von 9 auf 28,60 CAD — begründet mit dem beschleunigten Produktionshochlauf in Südkorea und dem strukturellen Angebotsdefizit infolge der chinesischen Exportrestriktionen.

Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Tief von 3,09 CAD im April 2025 bereits fast 700 Prozent zugelegt. Ob Sangdong die ambitionierten Produktionsziele im laufenden Jahr tatsächlich erreicht, wird sich spätestens in den nächsten Quartalsergebnissen zeigen — und damit entscheiden, ob die Analystenprojektionen Realität werden.

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