Der Wolfram-Produzent Almonty Industries hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Während ein massiver Millionenverlust in der Jahresbilanz auf den ersten Blick abschreckt, offenbart der genaue Blick in die Bücher eine prall gefüllte Kasse. Gleich drei Analystenhäuser reagierten am Freitag mit deutlichen Kurszielerhöhungen auf die jüngsten operativen Fortschritte in Südkorea und den strategischen Vorstoß in den USA.
Buchverlust trifft auf Liquidität
Auf dem Papier verzeichnete das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von 161,9 Millionen US-Dollar. Verantwortlich dafür war primär eine nicht liquiditätswirksame Abschreibung in Höhe von 97,4 Millionen Dollar. Diese resultierte aus der Neubewertung von Derivatverbindlichkeiten, da der Aktienkurs im Jahresverlauf stark gestiegen war. Das operative Geschäft sowie der Cashflow bleiben von diesem buchhalterischen Effekt unberührt.
Viel entscheidender für die weitere Unternehmensentwicklung ist die Liquidität. Durch jüngste Kapitalerhöhungen wuchsen die Barreserven bis Ende 2025 auf 268,4 Millionen Dollar an, verglichen mit lediglich 7,8 Millionen Dollar im Vorjahr. Kurzfristige Finanzierungsrisiken sind damit vom Tisch, was dem Management den nötigen Spielraum für den Ausbau der Produktion gibt.
Produktionsstart in Südkorea
Die soliden Finanzen bilden das Fundament für den wichtigsten operativen Schritt der letzten Jahre. Am Dienstag feierte Almonty die offizielle Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea. Die Anlage soll künftig rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr liefern und westliche Lieferketten absichern. Eine Verdopplung der Kapazität auf 4.600 Tonnen ist bereits für 2027 fest eingeplant.
Auch das bestehende Geschäft liefert verlässliche Zahlen. Der Jahresumsatz kletterte um 13 Prozent auf 32,5 Millionen Dollar. Angetrieben wurde dieses Wachstum von einem massiven Preisanstieg beim Wolfram-Zwischenprodukt APT, dessen Durchschnittspreis sich im Vorjahresvergleich mehr als verfünffacht hat.
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Analysten honorieren US-Strategie
Parallel treibt das Management die Expansion in Nordamerika voran. Mit der Übernahme des Gentung-Projekts im US-Bundesstaat Montana positioniert sich das Unternehmen strategisch für die Zukunft. Ab 2027 verbieten die USA den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter. Dieses regulatorische Umfeld begünstigt Produzenten mit lokalen Förderstätten massiv.
Die Kombination aus gesicherter Finanzierung, dem Produktionsstart in Asien und der US-Expansion überzeugte am Freitag gleich drei Investmentbanken, ihre Einschätzungen nach oben anzupassen:
- B. Riley Financial: Kursziel auf 23,00 Dollar (Rating: Kaufen)
- Oppenheimer: Kursziel auf 19,00 Dollar (Rating: Outperform)
- DA Davidson: Kursziel bei 25,00 Dollar (Rating: Kaufen)
Die nächsten operativen Meilensteine zeichnen sich bereits ab. Für das erste Quartal 2026 erwartet Finanzchef Brian Fox zusätzliche Umsätze von 3,1 Millionen Dollar, die sich aufgrund von zeitlichen Verschiebungen bei den Konzentratlieferungen verzögert hatten. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll dann das neue US-Projekt in Montana die Produktionsreife erreichen und eine anfängliche Jahreskapazität von rund 140.000 Tonnen-Einheiten liefern.
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