Deutsche Rohstoff hat rund neun Millionen Almonty-Aktien verkauft — und dabei einen Gewinn von knapp 100 Millionen Euro eingestrichen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der Ausstieg fällt exakt mit der Inbetriebnahme der Sangdong-Wolframmine in Südkorea zusammen, dem wichtigsten Projekt in der Unternehmensgeschichte von Almonty.
Gewinnmitnahme nach dramatischer Kursentwicklung
Deutsche Rohstoff gehörte zu den frühen institutionellen Unterstützern von Almonty. Der Teilverkauf der Beteiligung beschert dem deutschen Rohstoffunternehmen nun einen außerordentlichen Ertrag, der die Jahresprognose für 2026 deutlich nach oben treibt: Das erwartete EBITDA stieg von zuvor 115 bis 135 Millionen Euro auf nunmehr 290 bis 310 Millionen Euro. Auch der Umsatzausblick wurde auf 260 bis 280 Millionen Euro angehoben.
Nach dem Teilverkauf hält Deutsche Rohstoff noch rund 4,9 Prozent der ausstehenden Almonty-Aktien — künftig allerdings als passiver Investor ohne strategische Rolle.
Sangdong produziert, Phase 2 folgt 2027
Am 16. März 2026 gab Almonty die abgeschlossene Inbetriebnahme von Phase 1 der Sangdong-Wolframmine bekannt. Die Anlage in der südkoreanischen Provinz Gangwon verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat jährlich. Seit dem Erwerb des Projekts im Jahr 2015 hat Almonty mehr als 100 Millionen US-Dollar in die Entwicklung investiert.
Die Jahreszahlen 2025 spiegeln den Übergang wider: Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 32,5 Millionen kanadische Dollar. Der ausgewiesene Nettoverlust von 161,9 Millionen kanadischer Dollar ist hingegen fast vollständig auf eine nicht zahlungswirksame Neubewertung von Derivatverbindlichkeiten zurückzuführen — ausgelöst durch den Kursanstieg der Almonty-Aktie von 1,36 auf 12,07 kanadische Dollar im Jahresverlauf 2025. Die Liquidität des Unternehmens blieb davon unberührt: Die Kassenbestände stiegen zum Jahresende auf 268,4 Millionen kanadische Dollar, verglichen mit 7,8 Millionen ein Jahr zuvor.
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Treiber des Umsatzanstiegs war der Wolframpreis: Der durchschnittliche APT-Preis der vergangenen zwölf Monate lag Mitte März 2026 bei 2.250 US-Dollar pro MTU — ein Anstieg von 534 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Chinesische Exportbeschränkungen, Nachfrage aus der Halbleiterindustrie und knappe Lagerbestände haben den Markt grundlegend verändert. Laut Fastmarkets-Daten stiegen die Preise für chinesische Wolframprodukte im Jahr 2025 um mehr als 200 Prozent.
Fokus auf den Produktionshochlauf
Mit Phase 2 plant Almonty bis 2027 eine Verdoppelung der Verarbeitungskapazität auf rund 1,2 Millionen Tonnen Erz jährlich, was einer Wolframproduktion von etwa 4.600 Tonnen entspräche. Bei voller Auslastung soll Sangdong rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.
Der Ausstieg von Deutsche Rohstoff mit einem Gewinn von knapp 100 Millionen Euro zeigt, wie stark der strategische Wert von Wolfram in den vergangenen Jahren neu bewertet wurde. Für die verbleibenden Aktionäre rückt nun der planmäßige Produktionshochlauf in Sangdong in den Mittelpunkt — und die Frage, ob Phase 2 den angepeilten Zeitplan bis 2027 hält.
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