Die Sangdong-Wolframmine in Südkorea ist kein Zukunftsprojekt mehr. Phase 1 ist in Betrieb, die Anlage verarbeitet Erz, und Analysten haben ihre Umsatzprognosen deutlich nach oben korrigiert. Für Almonty Industries beginnt damit das Jahr, in dem sich zeigen muss, ob die jahrelangen Investitionen in einen echten Cashflow münden.
Sangdong: Zahlen und Dimensionen
Die Inbetriebnahme wurde im März 2026 offiziell besiegelt — rund drei Jahre nach Beginn der Entwicklung. Die Aufbereitungsanlage ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll jährlich etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat produzieren.
Was Sangdong von anderen Vorkommen unterscheidet, ist die Erzqualität. Mit einem durchschnittlichen Gehalt von rund 0,51 % Wolframtrioxid liegt die Mine etwa dreimal über dem globalen Durchschnitt. Die erwartete Minenlebensdauer beträgt über 45 Jahre.
Für 2027 ist eine Phase-2-Erweiterung geplant, die die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen jährlich verdoppeln soll — und damit die Wolframproduktion auf rund 4.600 Tonnen. Bei Vollauslastung könnte Sangdong nach Unternehmensangaben rund 40 % der weltweiten Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Analysten erhöhen Kursziele
Die Inbetriebnahme hat eine Welle von Aufwärtsrevisionen ausgelöst. Alliance Global Partners rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz von 297 Millionen CAD, für 2027 mit 593 Millionen CAD — vorausgesetzt, der Hochlauf verläuft planmäßig und Phase 2 startet rechtzeitig.
Diamond Equity Research senkte in einem am 25. März 2026 veröffentlichten Update den Diskontierungssatz um 100 Basispunkte auf 7,0 % und begründete dies mit dem gesunkenen Projektrisiko und der verbesserten Cashflow-Sichtbarkeit. Gleichzeitig hob die Firma ihre Preisprognose für Ammoniumparawolframat (APT) auf 2.275 USD je MTU für 2026 an und erhöhte das Kursziel auf 27,00 USD je Aktie.
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Der Preisrückenwind ist erheblich: Der gleitende Zwölfmonatsdurchschnitt des APT-Preises stieg bis zum 13. März 2026 auf 2.250 USD je MTU — ein Anstieg von 534 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz 2025 legte um 13 % auf 32,5 Millionen USD zu.
Geopolitik als Rückenwind
Chinas Exportbeschränkungen für Wolfram und das ab 2027 geltende US-Importverbot für chinesisches Wolfram im Rüstungsbereich schaffen strukturellen Bedarf an westlichen Alternativen. China produziert derzeit über 80 % des weltweiten Wolframs — eine Abhängigkeit, die Regierungen und Industriekunden zunehmend abbauen wollen.
Almonty adressiert diesen Bedarf nicht nur mit Sangdong. In Portugal läuft ein großangelegtes Bohrprogramm in der Panasqueira-Mine, das den Abbau auf Level 4 ausweiten und die jährliche Produktion auf bis zu 124.000 MTU steigern soll. In Montana soll das Gentung-Browns-Lake-Projekt in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein. Hinzu kommt das Sangdong-Molybdänprojekt mit einem Erzgehalt von 0,26 % MoS₂, das zu den höchstgradigen Molybdänvorkommen weltweit zählt.
Für die Finanzierung dieser Pipeline hat Almonty im Dezember 2025 eine öffentliche Kapitalerhöhung über 129,4 Millionen USD abgeschlossen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 268,4 Millionen USD — genug, um den laufenden Hochlauf und die geplanten Expansionen zu finanzieren.
Die Frage ist nicht mehr, ob Sangdong produziert. Sie lautet, wie schnell der Durchsatz optimiert wird und ob der Phase-2-Zeitplan bis 2027 hält — daran werden sich die ambitionierten Analystenschätzungen messen lassen müssen.
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