Almonty Industries vollzieht einen radikalen Umbau. Der Wolfram-Produzent verlagert seinen Hauptsitz nach Dillon in Montana. Damit rückt das Unternehmen physisch an die US-Rüstungsindustrie heran. Die Börse feiert diesen Schritt. Am 13. April sprang der Kurs um 15,3 Prozent auf 20,62 US-Dollar.
Militärs übernehmen das Ruder
Die Nähe zum Pentagon zeigt sich auch beim Personal. Almonty holte im vergangenen Jahr zwei hochrangige US-Generäle an Bord. Der pensionierte Vier-Sterne-General Gustave Perna sitzt seit März im Verwaltungsrat. Steven L. Allen leitet als Chief Operating Officer das operative Geschäft. Er soll die Wolfram-Lieferungen der Minen in Südkorea und Portugal optimieren. Außerdem treibt er amerikanische Projekte wie Gentung Browns Lake voran.
Ein strikter Zeitplan erzwingt diese Neuausrichtung. Ab 2027 verbieten die USA den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter. Bislang kontrolliert China über 80 Prozent der weltweiten Produktion. Almonty will diese aufreißende Lücke füllen. Wolfram ist unverzichtbar für Panzerungen, Munition und Hochleistungswerkzeuge.
Mehrere US-Investmentbanken stützen diese Strategie. DA Davidson empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 25 US-Dollar zum Kauf. B. Riley sieht das Ziel bei 23 Dollar. Oppenheimer vergibt ein Outperform-Rating mit einem Ziel von 19 Dollar.
Produktion und Finanzen im Blick
Parallel dazu liefert das Vorzeigeprojekt in Südkorea erste Ergebnisse. Almonty hat die erste Phase der Sangdong-Mine in Betrieb genommen. Nach 30 Jahren Stillstand fließt dort wieder Material. Die zweite Ausbaustufe soll bis 2027 die Kapazität verdoppeln. Dann könnte die Mine allein 40 Prozent der weltweiten Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Finanziell ist das Unternehmen gut gepolstert. Die Kasse weist 268,4 Millionen Kanadische Dollar auf. Frisches Kapital stammte aus einem Börsengang und einer Finanzierungsrunde. Dem steht für das Geschäftsjahr 2025 ein Nettoverlust von 161,9 Millionen CAD gegenüber. Der Umsatz lag bei 32,5 Millionen CAD.
Entscheidende Termine stehen an
In den kommenden Wochen stehen wichtige Corporate Events an. Die Aktionäre haben bereits einer Aktienzusammenlegung zugestimmt. Dieser Reverse Split im Verhältnis von bis zu fünf zu eins muss bis zum 30. April 2026 erfolgen. Der genaue Faktor ist noch offen.
Folgende Meilensteine stehen kurzfristig an:
– Mai 2026: Quartalsbericht mit ersten Produktionsdaten aus Sangdong.
– 8. Juni 2026: Hauptversammlung mit Details zum Reverse Split.
– 8. Juni 2026: Updates zur zweiten Ausbaustufe in Südkorea.
Das Management muss nun beweisen, dass der Rüstungs-Fokus auch operativ funktioniert. Die anstehenden Produktionsdaten aus Südkorea liefern dafür den ersten echten Härtetest. Nur wenn die Fördermengen stimmen, lässt sich die ambitionierte Bewertung an der Börse rechtfertigen.
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