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Almonty Industries Aktie: Rally unterbrochen

Nach einer massiven Rally korrigiert die Almonty-Aktie. Der anstehende Finanzbericht muss nun die hohen Erwartungen aus historischen Wolframpreisen und neuer Minenproduktion rechtfertigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang nach über 200 Prozent Rally
  • Chinesischer Exportstopp treibt Wolframpreise
  • Produktionsstart in der Sangdong-Mine
  • Quartalsbericht am 26. März als Härtetest

Nach einer monatelangen, extrem starken Kursrally legte die Aktie des kanadischen Wolfram-Produzenten Almonty Industries am Freitag den Rückwärtsgang ein. Auslöser für den deutlichen Kursrutsch waren schlichtweg Gewinnmitnahmen der Anleger. Der Zeitpunkt der Korrektur kommt nicht von ungefähr, denn in weniger als zwei Wochen steht ein entscheidender Finanzbericht an, der die hohen Erwartungen des Marktes rechtfertigen muss.

Chinas Exportstopp als Preistreiber

Am Freitag gab das Papier um 8,3 Prozent auf 19,30 Dollar nach. Dieser Rücksetzer ist nach einem rasanten Anstieg von über 200 Prozent in den letzten 90 Tagen eine fast schon natürliche Konsolidierung. Die fundamentale Triebfeder hinter der vorherigen Aufwärtsbewegung ist eine massive Verschiebung auf dem Weltmarkt.

China, das rund 75 bis 80 Prozent des globalen Wolframangebots kontrolliert, hatte Ende 2025 seine Exportbeschränkungen drastisch verschärft. Laut Analysten kam der chinesische Export zeitweise sogar komplett zum Erliegen. In der Folge schoss der Wolframpreis im vergangenen Jahr um mehr als 160 Prozent in die Höhe und setzt diesen Trend auch Anfang 2026 fort.

Vom Entwickler zum Produzenten

Genau in diese Angebotslücke stößt das kanadische Unternehmen. Im Dezember 2025 startete der aktive Abbau in der Sangdong-Mine in Südkorea, einer der weltweit größten Wolframlagerstätten. Die Verarbeitungsanlagen laufen nach Plan und sollen die Kapazität bis 2027 schrittweise erhöhen.

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Das strategische Ziel ist ambitioniert: Almonty will künftig mindestens 40 Prozent des nicht-chinesischen Weltmarktes bedienen. Diese Aussicht auf eine sichere, westlich orientierte Lieferkette lockt auch institutionelle Investoren an. Im letzten Quartal stieg die Zahl der investierten Fonds um über 55 Prozent auf 107. Allein Van Eck Associates baute seine Position massiv auf 11,24 Millionen Aktien aus.

An der Wall Street gehen die Meinungen über das weitere Potenzial der Aktie spürbar auseinander. Die aktuellen Einschätzungen spiegeln die Unsicherheit wider, ob die Papiere bereits heißgelaufen sind oder noch Luft nach oben haben:

  • D.A. Davidson: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel 25,00 Dollar
  • B. Riley: Kursziel im Februar von 10,00 auf 17,00 Dollar angehoben

Der Blick auf den 26. März

Der anstehende Quartalsbericht am 26. März wird nun zum Härtetest für die aktuelle Bewertung. Erstmals fließen die historisch hohen Wolframpreise und die anfängliche Produktion der Sangdong-Mine in voller Gänze in die Bilanz ein. Anleger und Analysten fordern nun harte Fakten. Der Bericht wird schwarz auf weiß belegen, ob das Unternehmen den globalen Angebotsschock in handfeste Margen, kontrollierte Abbaukosten und einen soliden Cashflow ummünzen kann.

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Diskussion zu Almonty

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.