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Symbolbild, KI-generiert

Almonty Industries Aktie: Das 161-Millionen-Geheimnis

Trotz eines bilanziellen Verlusts von 161 Millionen US-Dollar startet Almonty die Produktion in Südkorea und profitiert von einem starken Preisanstieg für Wolfram.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Buchverlust durch nicht-kassengebundene Abschreibungen
  • Produktionsstart der legendären Sangdong-Mine
  • Wolframpreise um über 500 Prozent gestiegen
  • Mehrere Analysten erhöhen Kursziele deutlich

Auf den ersten Blick wirken die Jahreszahlen für 2025 verheerend: Ein Nettoverlust von knapp 162 Millionen US-Dollar steht in den Büchern. Hinter diesem vermeintlichen Absturz verbirgt sich allerdings eine buchhalterische Anomalie, die paradoxerweise durch den massiven Kursanstieg der Papiere ausgelöst wurde. Während die Bilanzen tiefrot leuchten, feiert das Unternehmen operativ die Rückkehr einer der wichtigsten Wolfram-Minen der Welt.

Buchverlust durch Kursexplosion

Der drastische Fehlbetrag im abgelaufenen Geschäftsjahr – ein Vielfaches des Vorjahresverlustes von 16,3 Millionen US-Dollar – ist primär auf eine nicht liquiditätswirksame Abschreibung in Höhe von 97,4 Millionen US-Dollar zurückzuführen. Diese Anpassung war notwendig, da sich eingebettete derivative Verbindlichkeiten durch die starke Kursrallye der Aktie im Jahr 2025 massiv verteuert haben. Das Management betonte, dass dieser Papiereffekt weder die operative Leistung noch den Cashflow beeinträchtigt.

Tatsächlich ist das Unternehmen finanziell bestens gerüstet für den Übergang in den kommerziellen Betrieb. Nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung lagen zum Jahreswechsel 268,4 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln auf den Konten. Dem gegenüber stehen solide Einnahmen von 32,5 Millionen US-Dollar aus dem laufenden Betrieb der portugiesischen Panasqueira-Mine.

Rückkehr einer Legende in Südkorea

Der eigentliche Fokus des Marktes liegt ohnehin auf den operativen Fortschritten in Südkorea. Mitte März 2026 hat Almonty die erste Phase der Inbetriebnahme der Sangdong-Wolframmine abgeschlossen. Damit kehrt der historische Standort nach über 30 Jahren Stillstand in die aktive Produktion zurück. Die Anlage ist darauf ausgelegt, jährlich rund 640.000 Tonnen Erz zu verarbeiten und daraus etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat zu gewinnen.

Parallel zum Produktionsstart hat sich das Marktumfeld dramatisch zugunsten des Unternehmens verändert. Der Durchschnittspreis für Ammoniumparatungstat (APT) schoss in den vergangenen zwölf Monaten um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar pro metrischer Tonnen-Einheit nach oben. Dieses Preisumfeld veranlasste mehrere Investmentbanken, ihre Kursziele für die Aktie deutlich anzuheben:

  • GBC: 28,60 CAD
  • Cantor Fitzgerald: 25,80 USD
  • B. Riley Financial: 23,00 USD
  • Oppenheimer: 19,00 USD

Analysten von Cantor Fitzgerald verweisen dabei auf die strategische Bedeutung des Unternehmens als großer nicht-chinesischer Lieferant für den Verteidigungs- und Technologiesektor. Diese Positionierung spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel einen massiven Wertzuwachs von rund 700 Prozent und ging am Freitag bei 24,75 Kanadischen Dollar aus dem Handel.

Konkreter Fahrplan bis 2027

Die Weichen für das weitere Wachstum sind bereits gestellt. Bis Ende 2027 plant das Management den Abschluss der zweiten Expansionsphase in Sangdong, welche die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen Erz verdoppeln wird. Ab diesem Zeitpunkt greifen zudem neue Beschaffungsrichtlinien der US-Verteidigungsindustrie, die den Bezug von Wolfram aus nicht-chinesischen Quellen zwingend vorschreiben. Mit diesen regulatorischen Vorgaben im Rücken und der nun anlaufenden Produktion positioniert sich Almonty als zentraler Knotenpunkt in der westlichen Lieferkette für kritische Mineralien.

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