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Symbolbild, KI-generiert

Almonty Aktie: Wolframpreis steigt um 622 Prozent

Almonty verzeichnet dank historischem Wolframpreisanstieg und US-Exportrestriktionen ein Kursplus von 315 Prozent binnen Jahresfrist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um 6,34 Prozent
  • Wolframpreis explodiert um 622 Prozent
  • US-Verordnung sichert inländische Wolframversorgung
  • Sangdong-Projekt als Chipindustrie-Hoffnung

Almonty Industries profitiert von einer historischen Preisexplosion bei Wolfram und rückt als westlicher Anbieter des kritischen Metalls in den Fokus internationaler Anleger. Am Freitag legte die Aktie um 6,34 Prozent zu und notierte am Abend bei 16,105 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein Plus von 315,27 Prozent zu Buche, über drei Jahre sind es sogar 1.808,65 Prozent.

Wolframpreis explodiert, China dreht den Hahn zu

Der Auslöser für den jüngsten Kursschub liegt in der Marktdynamik von Wolfram selbst. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Wolframpreis zwischen Januar 2025 und April 2026 um 622 Prozent gestiegen. Verschärft wird die Lage durch eine neue US-Anordnung des Bureau of Industry and Security: Ab dem 27. August 2026 muss verwertbarer Wolframschrott für ein Jahr zu 100 Prozent inländischen Abnehmern in den USA zugewiesen werden.

Zusätzlichen Druck erzeugt China. Zwischen Februar und April 2026 stoppte das Land Exporte von hochreinem Wolframpulver nach Japan. Auch bei Wolframhexafluorid, einem für die Halbleiterfertigung wichtigen Vorprodukt, ziehen die Preise kräftig an: In den ersten fünf Monaten des Jahres lag der Preis über 950.000 Yuan pro Tonne, Ende Juni erreichte die elektronische Qualität rund 2,5 Millionen Yuan pro Tonne.

Sangdong als Hoffnungsträger für die Chipindustrie

Genau in dieses Umfeld positioniert sich Almontys südkoreanisches Sangdong-Projekt. Die Mine soll als nicht-chinesische Wolframquelle für die Halbleiterindustrie dienen – ein strategischer Vorteil angesichts der Exportbeschränkungen Pekings.

Die zugehörige Wolframoxid-Anlage von AKTC soll 2028 fertiggestellt werden. Der Markt für Spezialgase in der Elektronikfertigung, in dem Wolframverbindungen eine Rolle spielen, soll nach Branchenschätzungen von 5,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 6,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen.

Das operative Geschäft von Almonty stützt sich derzeit noch überwiegend auf die Panasqueira-Mine in Portugal, die einen Umsatz von rund 86 Millionen kanadischen Dollar beisteuert. Das Unternehmen ist mit Projekten in Kanada, Südkorea, Portugal, Spanien und den USA breit aufgestellt, während Sangdong hochskaliert wird. Die Marktkapitalisierung liegt aktuellen Einschätzungen zufolge bei rund 5,1 Milliarden US-Dollar.

Makroumfeld liefert Rückenwind

Auch das globale Marktumfeld für Wolfram insgesamt zeigt Dynamik: Der Gesamtmarkt soll von 6,66 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 9,62 Milliarden US-Dollar bis 2030 wachsen, eine jährliche Wachstumsrate von 9,6 Prozent. Für Almonty bedeutet dies ein strukturelles Rückenwind-Szenario, das über den aktuellen Preisschub hinausreicht.

Hinzu kommt ein günstiges gesamtwirtschaftliches Klima: Die Eurozone verzeichnet die stärkste Expansion der verarbeitenden Industrie seit vier Jahren, was die Nachfrage nach Industriemetallen wie Wolfram stützen dürfte.

Für Anleger bleibt Almonty damit einer der wenigen börsennotierten Wege, um gezielt auf einen westlichen Wolfram-Champion zu setzen – in einem Markt, der zunehmend von geopolitischen Verwerfungen und chinesischen Exportbeschränkungen geprägt ist.

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