Während die Aktie von Almonty Industries am vergangenen Donnerstag um fast 14 Prozent einbrach, erhöhten gleich drei Investmentbanken ihre Kursziele. Ein ungewöhnliches Bild — das sich bei näherer Betrachtung der Jahreszahlen 2025 und des Sangdong-Projekts erklärt.
Umsatzwachstum, aber explodierende Verwaltungskosten
Die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar, im vierten Quartal sogar um 39 Prozent auf 8,7 Millionen Dollar. Treiber war der drastisch gestiegene Wolframpreis: Der Durchschnittspreis für Ammoniumparawolframat (APT) kletterte im Zwölfmonatsdurchschnitt um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar je MTU.
Auf der Kostenseite sieht es weniger erfreulich aus. Die allgemeinen Verwaltungskosten sprangen im Gesamtjahr von 6,2 auf 20,5 Millionen Dollar — im vierten Quartal allein von 1,8 auf 9,4 Millionen Dollar. Der CFO erklärte den Anstieg mit nicht zahlungswirksamen IFRS-Bewertungseffekten, ausgelöst durch den starken Kursanstieg der Aktie im Jahr 2025. Zusätzlich wurden 3,1 Millionen Dollar Umsatz ins erste Quartal 2026 verschoben, da Konzentratlieferungen zeitlich verzögert erfasst wurden.
Analysten erhöhen Kursziele trotz Kursrückgang
Trotz des scharfen Kursrückgangs — die Aktie hat in der vergangenen Woche rund 18 Prozent verloren — reagierten Analysten konstruktiv:
- D.A. Davidson bestätigte das Kaufrating und das Kursziel von 25,00 US-Dollar
- Oppenheimer erhöhte das Kursziel von 16,00 auf 19,00 US-Dollar (Rating: Outperform), basierend auf aktualisierten Schätzungen mit einem angenommenen APT-Preis von 1.250 statt bisher 750 US-Dollar je MTU
- B. Riley Financial hob das Kursziel von 17,00 auf 23,00 US-Dollar an
Aktuell notiert die Aktie bei 17,18 US-Dollar — nach einem Anstieg von rund 598 Prozent im vergangenen Jahr.
Sangdong: Vom Bauprojekt zur Produktion
Den eigentlichen Kern der Investmentthese bildet das Sangdong-Wolframbergwerk in Südkorea. Im Dezember 2025 wurde erstmals Erz auf den Run-of-Mine-Platz geliefert, am 17. März 2026 folgte die offizielle Inbetriebnahmezeremonie. Phase 1 ist damit aktiv: Die Aufbereitungsanlage ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat jährlich produzieren.
Eine geplante Phase-2-Erweiterung soll 2027 die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln — und die Wolframproduktion auf rund 4.600 Tonnen steigern. D.A. Davidson verweist darauf, dass das globale Minenangebotsangebot außerhalb Chinas stark eingeschränkt ist und dass Sangdong bei Vollauslastung rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken könnte.
Finanzierung und strategische Weichenstellungen
Zur Finanzierung des Wachstums schloss Almonty im Dezember 2025 eine Aktienplatzierung über 20,7 Millionen Aktien ab und erzielte Bruttoerlöse von 129,4 Millionen US-Dollar. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 268,4 Millionen Dollar. Daneben offenbarte das Unternehmen vier Änderungsvereinbarungen zu einem besicherten Projektfinanzierungskredit über 75,1 Millionen Dollar für die koreanische Tochtergesellschaft.
Strategisch erweiterte Almonty sein Portfolio durch den Erwerb des Gentung-Wolframprojekts in Montana und besetzte neu geschaffene Führungspositionen — darunter einen COO und einen CDO. Ab 2027 verbieten die USA zudem Wolframimporte aus China für Rüstungsbeschaffungen, was die geopolitische Relevanz des Sangdong-Projekts weiter unterstreicht.
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