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Almonty Aktie: US-Importverbot in sechs Monaten

Almonty Industries steigt in US-Indizes auf und profitiert vom bevorstehenden Wolfram-Importverbot. Die Finanzierung für das Wachstum ist gesichert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aufnahme in Russell-Indizes
  • US-Importverbot für Wolfram ab 2027
  • Größte Finanzierung der Firmengeschichte
  • Sangdong-Mine in Südkorea läuft

Heute zieht Almonty Industries in die US-Börsenindizes Russell 1000 und 3000 ein. Das Timing könnte kaum brisanter sein. In genau sechs Monaten greift das US-Importverbot für chinesisches Wolfram. Für den kanadischen Bergbaukonzern beginnt damit eine entscheidende Phase.

Index-Aufstieg trifft auf Kursdelle

Pünktlich zur heutigen Markteröffnung müssen Indexfonds und ETFs die Papiere in ihre Portfolios aufnehmen. Das Management erhofft sich davon mehr Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren. Die Aufnahme trifft allerdings auf eine kurzfristige Schwächephase. Am Freitag schloss die Aktie bei 23,00 Kanadischen Dollar. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet der Wert ein Minus von fast 16 Prozent.

Dennoch bleibt das übergeordnete Bild extrem stark. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von 242 Prozent auf der Anzeigetafel. Vom 52-Wochen-Hoch bei gut 33 Dollar hat sich der Kurs zwar entfernt. Langfristig orientierte Anleger blicken jedoch auf eine massive Rallye zurück.

Die Kriegskasse ist prall gefüllt

Um das rasante Wachstum zu stemmen, hat Almonty kürzlich die größte Finanzierung der Firmengeschichte abgeschlossen. Das Unternehmen platzierte eine Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar. Die Papiere laufen bis 2031. Nach Abzug der Kosten flossen dem Konzern netto rund 773 Millionen US-Dollar zu.

Das Geld fließt direkt in den Ausbau. Im ersten Quartal bestätigte sich bereits die finanzielle Wende. Der Umsatz sprang um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis drehte deutlich ins Plus. Mit üppigen Barreserven bleibt das Unternehmen äußerst flexibel.

Das Rennen um den Wolfram-Markt

Der operative Fokus liegt auf der Sangdong-Mine in Südkorea. Seit März läuft dort die kommerzielle Produktion. Eine geplante Erweiterung soll die Kapazität bis 2027 verdoppeln. Dann könnte Almonty rund 40 Prozent der weltweiten Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas bedienen.

Parallel dazu treibt der Konzern ein Molybdän-Projekt am selben Standort voran. Südkorea hat offiziell eine nationale Versorgungskrise für dieses Metall ausgerufen. Die Folge: Almonty hat bereits einen exklusiven Abnahmevertrag für die gesamte künftige Lebensdauer der Mine in der Tasche.

Der geopolitische Druck spielt dem Unternehmen massiv in die Karten. Ab Januar 2027 verbieten die USA den Import von Wolfram für Verteidigungszwecke aus China und Russland. Peking reagiert bereits und drosselt die Exportlizenzen. Nordamerikanische Wolframpreise schossen im ersten Quartal um fast 77 Prozent nach oben.

Um die drohende Angebotslücke zu füllen, treibt Almonty ein weiteres Projekt voran. Die Montana-Mine in den USA soll im zweiten Halbjahr die Produktion aufnehmen. Damit etabliert der Konzern eine doppelte Lieferkette, die chinesisches Material komplett umgeht. Wenn das Importverbot des Pentagons in Kraft tritt, steht die Infrastruktur bereit.

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