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Almonty Aktie: TSX und ASX delisted, Handel auf Nasdaq und Frankfurt

Almonty beendet Notierungen in Toronto und Australien, konzentriert Handel auf Nasdaq und Frankfurt. Aktie verliert nach Delisting-Ankündigungen deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Delisting von TSX und ASX
  • Handel künftig nur in New York und Frankfurt
  • Aktie fällt um fast fünf Prozent
  • Analystenziele zwischen einem und 60 CAD

Almonty Industries hat sich zum Handelsschluss am 31. Juli von der Toronto Stock Exchange zurückgezogen. Nur zwei Tage später kam die nächste strukturelle Weichenstellung: Der Wolframproduzent erhielt die Genehmigung, auch von der australischen Börse ASX zu verschwinden. Für Anleger bedeutet das eine spürbare Konzentration der Handelsaktivität – künftig läuft der Aktienhandel nur noch über Nasdaq und Frankfurt.

Zwei Börsenplätze fallen weg

Die Entscheidung, sich von der TSX zu trennen, war bereits vollzogen, als Almonty kurz darauf auch das Aus für die australischen CHESS Depositary Interests bekanntgab. Die entsprechenden Papiere sollen Ende August oder Anfang September aus dem Handel genommen werden. Als Begründung nannte das Unternehmen den geringen Anteil australischer CDIs am Gesamthandel sowie die laufenden Kosten einer zusätzlichen Notierung. Wer bislang über die ASX in Almonty investiert war, muss sich künftig auf Nasdaq oder den Frankfurter Handelsplatz umstellen.

Für ein Unternehmen, das sein Wolframkonzentrat im portugiesischen Panasqueira fördert, ist eine schlanke Börsenstruktur durchaus nachvollziehbar – mehrfache Notierungen binden Verwaltungsaufwand, ohne zwingend zusätzliche Liquidität zu bringen. Die Fokussierung auf Nasdaq und Frankfurt soll genau hier ansetzen und den Handel dort bündeln, wo das Volumen ohnehin am größten ist.

Kurs gibt nach dem strukturellen Umbau nach

Der Markt reagierte auf die Häufung der Delisting-Meldungen mit spürbarem Druck. Am Freitag schloss die Aktie bei 15,51 CAD, ein Tagesminus von 4,96 Prozent. Der Rückschlag reiht sich in eine bereits laufende Korrektur ein, die den Titel unter die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte gedrückt hat. Bemerkenswert bleibt dabei die längerfristige Perspektive: Auf Zwölfmonatssicht steht für Almonty immer noch ein Plus von 205,92 Prozent zu Buche – die aktuelle Schwäche relativiert sich damit als Konsolidierung nach einer außergewöhnlich starken Rallye, nicht als grundsätzliche Trendwende.

Die technische Verfassung signalisiert dennoch erhöhte Nervosität im Handel. Ein RSI von 32,7 deutet auf eine überverkaufte Situation hin, während die annualisierte Volatilität von rund 89 Prozent zeigt, wie stark die Kursausschläge in den vergangenen Wochen ausgefallen sind. Für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 2,72 Milliarden Euro ist das ein bemerkenswert unruhiges Bild.

Bewertungsspanne bei Analysten extrem breit

Über die eigentliche Börsenstruktur hinaus wirft auch die fundamentale Einordnung von Almonty Fragen auf. Zuletzt wies das Unternehmen einen Verlust von 132,56 Millionen kanadischen Dollar aus. Gleichzeitig reichen vorliegende Fair-Value-Schätzungen von Analysten von gerade einmal 1 kanadischen Dollar bis zu 60 kanadischen Dollar je Aktie – eine Spanne, die die Unsicherheit rund um die Bewertung des Wolframproduzenten unterstreicht. Solche Extreme entstehen typischerweise, wenn ein Unternehmen zwischen Wachstumsstory und operativen Verlusten steht und der Markt sich über die richtige Gewichtung beider Faktoren nicht einig ist.

Für Anleger bleibt die Gemengelage damit unübersichtlich: Auf der einen Seite steht die strategische Straffung der Börsenpräsenz, die langfristig die Handelbarkeit auf den verbleibenden Plätzen verbessern könnte. Auf der anderen Seite sorgen die jüngste Kursschwäche, die technischen Warnsignale und die enorme Bewertungsspanne der Analysten für ein deutlich erhöhtes Risikoprofil. Wer in Almonty investiert ist, dürfte die kommenden Wochen bis zum endgültigen Vollzug des ASX-Rückzugs genau beobachten.

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Diskussion zu Almonty

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.