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Almonty Aktie: TSX-Aus seit 31. Juli

Almonty beendet TSX-Notierung und streicht auch ASX-Listing. Die Aktie verzeichnet deutliche Verluste, während das Unternehmen auf Nasdaq und Frankfurt setzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • TSX-Notierung endet am 31. Juli
  • ASX-Delisting folgt im September
  • CDI-Umwandlung in Nasdaq-Aktien möglich
  • Aktie verliert über 30 Prozent

Almonty Industries zieht sich von der Toronto Stock Exchange zurück. Seit Handelsschluss am 31. Juli 2026 sind die Aktien des Wolfram-Produzenten dort nicht mehr notiert. Übrig bleibt das Listing an der Nasdaq unter dem Kürzel ALM — und ein Kursverlauf, der zuletzt heftig ausgeschlagen hat.

Konsolidierung statt Rückzug

Das Unternehmen selbst spricht nicht von einem Rückzug, sondern von einer Bündelung. Der Großteil des täglichen Handelsvolumens läuft ohnehin über die Nasdaq. Angesichts der Kosten und Pflichten, die ein zusätzliches TSX-Listing mit sich bringt, sieht Almonty in der Streichung den klareren Weg für Aktionäre und andere Stakeholder.

Eine Zustimmung der Aktionäre brauchte es dafür nicht. Die Regeln der Toronto Stock Exchange verlangen sie nur dann, wenn kein alternativer Markt für die Aktien existiert — mit der Nasdaq ist genau das nicht der Fall.

Der TSX-Ausstieg ist nur der erste Schritt. Nur wenige Tage später erhielt Almonty auch grünes Licht für den Abgang von der Australian Securities Exchange. Der Handel mit den dortigen CDIs endet am 28. August 2026, die vollständige Delistung greift zum 1. September. Als Grund nennt das Unternehmen sinkende Handelsvolumina in Australien im Vergleich zur Nasdaq. Almonty betreibt neben der Sangdong-Mine in Südkorea auch Operationen in Portugal.

Was Aktionären in Kanada und Australien jetzt bevorsteht

Für Anteilseigner in beiden Ländern bedeutet der Umbau konkreten Handlungsbedarf. Auf der australischen Seite verschickte Almonty am 29. Juli 2026 ein Schreiben an alle CDI-Inhaber. Damit läuft eine einmonatige Frist, innerhalb derer Halter ihre CDIs entweder am Markt verkaufen oder im Verhältnis 1:1 in Nasdaq-Aktien umwandeln können.

Wer länger Zeit braucht, bekommt sie. Eine sogenannte Voluntary Sale Facility bleibt bis zum 6. November 2026 geöffnet — bis dahin lässt sich die Umwandlung von CDIs in Aktien des nordamerikanischen Registers jederzeit im gleichen Verhältnis vornehmen.

Künftig konzentriert sich Almonty auf zwei Handelsplätze: die Nasdaq und die Frankfurter Börse. Wer nach der ASX-Delistung weiterhandeln will, braucht Aktien statt CDIs und einen Broker, der Abwicklungen an einer der beiden verbleibenden Börsen unterstützt.

Kurs unter Druck

Der Umbau der Börsennotierungen trifft auf einen Kurs, der bereits unter erheblichem Druck steht. Zum Handelsschluss am Freitag lag die Aktie bei 15,51 kanadischen Dollar, ein Minus von 4,96 Prozent an einem einzigen Tag. Innerhalb von 30 Tagen hat das Papier mehr als 30 Prozent verloren.

Vom Rekordhoch bei 33,35 CAD, erreicht am 17. April 2026, trennen die Aktie inzwischen über 53 Prozent. Der 14-Tage-RSI von 32,7 signalisiert überverkauftes Terrain — ein Hinweis darauf, dass der Ausverkauf der vergangenen Wochen scharf ausgefallen ist. Zur Einordnung: Auf Jahressicht steht das Papier trotz der jüngsten Talfahrt noch deutlich im Plus.

Die Kursschwäche fällt in eine Phase, in der Almonty sich selbst als einen der wenigen bedeutenden Wolfram-Lieferanten außerhalb Chinas positioniert — ein Status, der angesichts sicherheitspolitisch getriebener Nachfrage nach dem Metall an Bedeutung gewinnt. Ob sich Handelsvolumen und Kurs stabilisieren, sobald die Notierungen vollständig auf Nasdaq und Frankfurt gebündelt sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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Diskussion zu Almonty

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.