Almonty Industries steckt in einem doppelten Umbruch. Die Aktie brach am Freitag um 5,52 Prozent ein und rutschte unter eine wichtige Chartmarke. Der Wolfram-Produzent steuert zugleich auf seinen Rückzug von der Toronto Stock Exchange zu. Die kommenden Wochen entscheiden über zwei Fronten zugleich: die Marktstruktur des Unternehmens und die Stimmung der Anleger.
Chartbild: Ausverkauf drückt unter wichtige Marke
Der Schlusskurs von 18,81 CAD liegt 1,78 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 19,15 CAD. Für chartorientierte Anleger ist das ein klares Warnsignal.
Auf Monatssicht hat die Aktie bereits 19,58 Prozent verloren, während der 14-Tage-RSI bei 38,8 anhaltenden Verkaufsdruck signalisiert. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 81,09 Prozent.
Nach oben bilden der 50-Tage-Durchschnitt bei 23,81 CAD und der 100-Tage-Durchschnitt bei 25,09 CAD die nächsten Widerstandsmarken. Beide liegen deutlich über dem aktuellen Kurs.
Trotz der jüngsten Schwäche bleibt die langfristige Bilanz stark. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 55,84 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar ein Kursgewinn von 211,42 Prozent.
Strukturwandel: Abschied von TSX und ASX
Die kommende Woche markiert das Ende von Almontys Notierung in Toronto. Nach einem freiwilligen Antrag auf Delisting endet der Handel mit den Stammaktien am Freitag, dem 31. Juli 2026, zum Handelsschluss. Das Unternehmen will damit doppelte Kosten für Notierung, Verwaltung und Compliance einsparen. Nach dem Rückzug bündelt sich die nordamerikanische Handelsliquidität vollständig am Nasdaq Capital Market unter dem Kürzel ALM.
Parallel bereitet sich Almonty auf den Ausstieg von der Australian Securities Exchange vor. Die ASX genehmigte am 23. Juli 2026 die Entfernung der CHESS Depositary Interests, kurz CDIs, von der offiziellen Liste. Das endgültige Delisting ist für den 1. September 2026 angesetzt.
Almonty stoppte die Ausgabe neuer CDIs bereits am 24. Juli 2026. Am kommenden Mittwoch, dem 29. Juli, verschickt das Unternehmen Informationsschreiben an alle CDI-Inhaber. Sie können ihre Papiere entweder in Nasdaq-Aktien umwandeln oder über eine freiwillige Verkaufsfazilität veräußern. Der CDI-Handel an der ASX läuft noch bis zum Handelsschluss am 28. August 2026.
Operative Fortschritte und Analystenausblick
Während sich die Börsenstruktur neu ordnet, läuft das operative Geschäft unbeirrt weiter. Die Sangdong-Mine in Südkorea, Almontys wichtigstes Projekt, nahm am 1. Juli 2026 den Betrieb der Aufbereitungsanlage auf. Damit wechselt die Mine von der Entwicklungsphase in die aktive Produktion von verkaufsfähigem Wolframkonzentrat.
Analysten bleiben trotz der Kursschwäche optimistisch. Sphene Capital bestätigte am 20. Juli 2026 die Kaufempfehlung für Almonty und hob das Kursziel von 37,40 auf 38,90 CAD an. Der Analyst verweist auf die erweiterte Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders, kurz GTP. Sie erhöhe die Planungssicherheit für künftige Cashflows deutlich.
Westliche Märkte suchen derzeit nach Lieferketten unabhängig von dominanten ausländischen Wolfram-Produzenten. Bis zum 1. September 2026 ist der Rückzug von beiden Börsenplätzen endgültig vollzogen. Ab diesem Zeitpunkt bündelt sich der gesamte Aktienhandel am Nasdaq Capital Market. Zeitgleich läuft die Produktion in Sangdong an, während die GTP-Abnahmevereinbarung erste stabile Cashflows verspricht.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 26. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
