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Almonty Aktie: Sangdong peilt 640.000 Tonnen an

Almonty Industries meldet dank hoher Wolframpreise einen Nettogewinn von 181,8 Mio. Dollar. Eine Wandelanleihe über 800 Mio. Dollar stärkt die Liquidität für den Minenausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzsprung um 498 Prozent
  • Wandelanleihe über 800 Mio. Dollar
  • Delisting in Toronto und Sydney
  • Sangdong-Mine als Wachstumstreiber

Ein Nettoverlust von 58,2 Millionen Dollar wird zum Nettogewinn von 181,8 Millionen Dollar. Der Umsatz schießt um 498 Prozent nach oben. Bei Almonty Industries hat sich innerhalb eines Jahres fast alles gedreht.

Die Aktie des Wolfram-Förderers schloss am Freitag bei 15,07 Dollar an der Nasdaq. Das Papier notierte damit 7,6 Prozent über dem Tagestief. Der Handel verlief mit 1,41 Millionen gehandelten Aktien deutlich ruhiger als im Durchschnitt der vergangenen Monate, der bei 7,54 Millionen liegt.

Die Zahlen hinter dem Kurssprung

Auslöser der Rally war der Quartalsbericht vom 11. August. Almonty meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 43 Millionen Dollar, getrieben von Rekordpreisen für Wolfram. Das Adjusted EBITDA drehte von minus 4,8 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf plus 17,6 Millionen Dollar.

Parallel zu den Zahlen schloss das Unternehmen eine überzeichnete Wandelanleihe über 800 Millionen Dollar ab. Die Kasse wuchs dadurch auf 1,2 Milliarden kanadische Dollar zum 30. Juni 2026 – Ende Dezember 2025 waren es noch 268,4 Millionen Dollar gewesen. Diese Finanzspritze gibt Almonty deutlich mehr Spielraum für den weiteren Ausbau der Minenprojekte.

Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen eine längere und größer dimensionierte Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders LLC. Das schafft Planbarkeit auf der Absatzseite, gerade wenn die Produktion in den kommenden Quartalen hochläuft.

Delisting in Toronto und Sydney

Neben den operativen Erfolgen baut Almonty seine Börsennotierungen um. Die Aktie verließ die Toronto Stock Exchange zum Handelsschluss am 31. Juli 2026. Die Australian Securities Exchange erteilte ebenfalls die Zustimmung zum Rückzug – wirksam voraussichtlich zum 1. September 2026.

Almonty konzentriert die Notierung damit stärker auf die Nasdaq. Im August reichte das Unternehmen zudem Unterlagen für ein Schelfregistrierungsprogramm ein, das die Ausgabe neuer Stammaktien im Volumen von rund 246,79 Millionen Dollar ermöglichen soll – inklusive einer Komponente für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Diese Flexibilität soll die Optimierung der ersten Ausbauphase am Sangdong-Projekt finanzieren, ebenso eine mögliche zweite Phase und das benachbarte Molybdän-Vorhaben.

Schulden und Verwässerungsrisiko bleiben Thema

Trotz der guten Nachrichten bleibt Vorsicht angebracht. Almonty trug über Jahre hohe Verluste und verbrannte viel Kapital. Die Wandelanleihe über 800 Millionen Dollar verbessert zwar die Liquidität, schafft aber auch ein Verwässerungsrisiko, sollte sie tatsächlich gewandelt werden. Bleibt die Wandlung aus, entstehen laufende Zinsverpflichtungen.

Der Kursverlauf zeigt dieses Spannungsfeld deutlich. Über die vergangene Woche legte die Aktie zu, auf Sicht von drei Monaten steht aber immer noch ein Minus von etwa 22 Prozent zu Buche. Die jüngste Stärke gleicht frühere Schwäche also nur teilweise aus.

Sangdong als Dreh- und Angelpunkt

Im Zentrum der Wachstumsstory steht die Sangdong-Mine in Südkorea. Phase I befindet sich noch in der Inbetriebnahme und im Hochlauf, angepeilt ist eine Kapazität von rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr im Vollbetrieb. Eine bereits genehmigte zweite Ausbaustufe könnte die Kapazität später auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen steigern.

Mit bestehenden Standorten in Portugal sowie weiteren Projekten in den USA und Spanien positioniert sich Almonty entlang der wachsenden Nachfrage westlicher Staaten nach sicheren Rohstoff-Lieferketten. Wolfram gilt als strategisch wichtiger Rohstoff für Rüstungs- und Hochtechnologieindustrie.

Mit dem Delisting von der ASX zum 1. September und dem fortlaufenden Hochlauf in Sangdong rückt nun die operative Umsetzung in den Vordergrund. Entscheidend wird, wie schnell sich die aufgestockte Kasse in stabile Produktionsmengen und Margen übersetzt.

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Diskussion zu Almonty

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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