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Almonty Aktie: Sangdong offiziell in Betrieb

Almonty nimmt Wolframmine in Südkorea in Betrieb, doch die Aktie fällt wegen Sorgen um Aktienverwässerung durch Wandelanleihen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sangdong-Mine startet Produktion
  • Kursverlust trotz Betriebsmeilenstein
  • Wandelanleihen über 800 Mio. USD
  • Sorgen um künftige Aktienverwässerung

Starke Meilensteine, schwache Kurse. Bei Almonty Industries klaffen operative Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Der Wolfram-Spezialist hat sein südkoreanisches Vorzeigeprojekt Sangdong offiziell in Betrieb genommen. Dennoch verlor die Aktie am Mittwoch 5,52 Prozent und fiel auf 20,37 Kanadische Dollar.

Startschuss in Südkorea

Seit Anfang Juli läuft die neue Aufbereitungsanlage in der Provinz Gangwon. Das Unternehmen verarbeitet dort abgebautes Gestein zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat. Zum Start lagen bereits knapp 140.000 Tonnen Erz auf Halde. Damit wandelt sich die historische Sangdong-Mine in eine aktive Einnahmequelle.

Wolfram gilt als kritisches Metall für Rüstung und Halbleiter. Almonty positioniert sich hier als wichtige Alternative zu chinesischen Lieferanten.

Angst vor Verwässerung

Der aktuelle Preisverfall hat einen klaren finanziellen Auslöser. Almonty schloss im vergangenen Monat eine massive Kapitalmaßnahme ab. Der Konzern platzierte Wandelanleihen im Wert von 800 Millionen US-Dollar. Die Papiere laufen bis 2031 und verzinsen sich mit 2,25 Prozent.

Nach Abzug aller Kosten fließen dem Unternehmen rund 773 Millionen US-Dollar zu. Dieses frische Kapital sichert den weiteren Ausbau der Mine. Allerdings liegt der anfängliche Wandlungspreis bei 27,40 US-Dollar je Aktie. Das immense Volumen der Anleihe weckt bei Investoren nun berechtigte Sorgen vor einer künftigen Verwässerung.

Parallel dazu brachte ein Index-Aufstieg zusätzliche Unruhe. Seit Ende Juni gehört das Papier zum Russell 1000 und zum Russell 3000. Solche Aufnahmen locken zwar neue Anlagegelder an. Sie zwingen institutionelle Fonds aber auch zu kurzfristigen Umschichtungen. Die Folge: spürbare Volatilität.

Technisch ist das Papier nach der jüngsten Korrektur angeschlagen. Der Kurs rutschte fast 39 Prozent unter das letzte Jahreshoch. Der RSI-Wert von 34,4 signalisiert eine fast überverkaufte Marktlage.

Dennoch steht seit Jahresbeginn weiterhin ein Kursgewinn von 69 Prozent auf der Anzeigetafel. Hält die wichtige Unterstützungslinie bei 18,55 Kanadischen Dollar, rückt der operative Meilenstein in Südkorea wohl bald wieder in den Fokus.

Diskussion zu Almonty

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.