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Almonty Aktie: Sangdong-Anlage produziert Wolframkonzentrat

Almonty beginnt mit der Wolframproduktion in Sangdong, meldet Milliarden-Cash und Gewinnsprung, und zieht sich von der ASX zurück.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Produktionsstart in Sangdong mit 139.700 Tonnen Rohmaterial
  • Nettogewinn von 181,8 Mio. USD im Q2 2026, Cash-Reserven von 1,23 Mrd. USD
  • Delisting von der ASX, Fokus auf TSX und Nasdaq
  • Aktienrückkaufprogramm über 300 Mio. USD gestartet

Almonty Industries macht den Sprung vom Minenentwickler zum Produzenten. Am Flaggschiff-Projekt Sangdong in Südkorea läuft jetzt verkaufsfertiges Wolframkonzentrat vom Band. Parallel dazu meldet der Konzern einen kräftigen Gewinnsprung und zieht sich von der australischen Börse zurück.

Produktionsstart in Sangdong

Die Verarbeitungsanlage in Sangdong verarbeitet zunächst Erz aus einem bestehenden Lagerbestand. Rund 139.700 Tonnen Rohmaterial mit einem Wolframtrioxid-Gehalt von durchschnittlich 0,25 Prozent stehen zur Verfügung. Ein Teil davon stammt aus dem zweiten Quartal 2026 und weist mit 0,35 Prozent einen deutlich höheren Gehalt auf.

Sangdong zählt zu den größten hochgradigen Wolframvorkommen außerhalb Chinas. Westliche Regierungen und Rüstungshersteller suchen derzeit verstärkt nach sicheren Lieferketten für kritische Rohstoffe. Das macht das Projekt strategisch relevant.

Almonty verarbeitet zu Beginn bewusst niedriggradiges Material. Das Management will das System erst optimieren, bevor später hochgradigeres Erz in die Anlage geht.

Gewinnsprung und prall gefüllte Kasse

Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 42,99 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte 181,8 Millionen US-Dollar, getrieben von nicht zahlungswirksamen Posten und Gewinnen aus Wertpapiergeschäften.

Auf der Bilanz liegen mittlerweile rund 1,23 Milliarden US-Dollar an Cash und kurzfristigen Anlagen. Diese Reserve soll den vollständigen Produktionshochlauf in Sangdong sowie weitere Entwicklungsprojekte finanzieren. Die Liquiditätskennziffer (Current Ratio) liegt bei 2,5 – ein solider Wert für die laufende Übergangsphase zum stabilen Regelbetrieb.

Delisting und Aktienrückkauf

Almonty hat die Genehmigung für ein Delisting von der australischen Börse ASX erhalten. Der Handel soll sich künftig auf die Toronto Stock Exchange und die Nasdaq konzentrieren. Das reduziert Verwaltungsaufwand und bündelt die Investorenbasis in Nordamerika und Europa.

Zeitgleich hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 300 Millionen US-Dollar beschlossen. Es startet am 24. August 2026 und läuft über 36 Monate. Almonty darf dabei bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen – etwa 5 Prozent der ausstehenden Anteile.

Das Management begründet den Rückkauf mit einer Lücke zwischen Aktienkurs und dem tatsächlichen Wert der strategischen Wolfram-Assets. Die Botschaft an den Markt ist eindeutig: Der Kurs spiegelt aus Sicht des Unternehmens nicht die Substanz wider.

Molybdän als zweites Standbein

Neben Wolfram treibt Almonty ein groß angelegtes Bohrprogramm am benachbarten Sangdong-Molybdän-Projekt voran. Ziel ist die Bestätigung von Molybdänressourcen für eine spätere Entwicklung. Der Konzern positioniert sich damit zunehmend als Mehrprodukt-Anbieter im Bereich kritischer Rohstoffe.

Mit der Inbetriebnahme der Anlage in Sangdong beginnt für Almonty die eigentliche Bewährungsphase. Entscheidend wird nun, ob die Produktion konstant hochläuft und wie die Übergabe von niedriggradigem zu hochgradigem Erz gelingt. Sollte der Rückkauf ab dem 24. August wie geplant starten, dürfte das die Handelsvolumina auf TSX und Nasdaq zusätzlich beeinflussen.

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