Almonty Industries bekommt Rückenwind von der Wolfram-Story. Höhere Gewinnschätzungen, ein prominenter Auftritt auf der Rohstoffbühne und die geplante Sangdong-Erweiterung liefern Stoff für neue Erwartungen. Der Kurs reagiert jedoch nicht entsprechend. Genau darin liegt der Reiz dieser Aktie: operativ baut sich Dynamik auf, am Markt läuft erst einmal die Korrektur.
Am Freitag notierte die Aktie bei 24,17 CAD und verlor damit 4,09 Prozent. Über die vergangenen 30 Tage steht ein Minus von 16,19 Prozent zu Buche.
Analyst hebt Gewinnschätzungen an
Diamond Equity Research hat die Gewinnprognosen für Almonty angehoben. Für 2027 erwartet die Firma nun einen Gewinn je Aktie von 1,68 US-Dollar nach zuvor 1,43 US-Dollar.
Auch für 2026 stieg die Schätzung: auf 0,72 US-Dollar nach zuvor 0,63 US-Dollar. Wichtig für die Einordnung: Die Studie wurde von Almonty beauftragt, was die Aussagekraft nicht automatisch entwertet, aber den Kontext verändert.
Der zentrale Treiber bleibt der Wolframmarkt. Die Preise für Ammoniumparawolframat, kurz APT, sind seit Jahresbeginn stark gestiegen. Der durchschnittliche Mittelpreis kletterte von rund 862,50 US-Dollar je MTU Anfang Januar auf etwa 3.140 US-Dollar Anfang Mai.
Das ist mehr als ein Preissignal. Es zeigt, wie eng der Markt für kritische Rohstoffe inzwischen geworden ist. Exportbeschränkungen aus China, westliche Beschaffungsprogramme und der Wunsch nach sicheren Lieferketten schieben das Thema Wolfram weiter nach oben.
Sangdong rückt näher
CEO Lewis Black nutzte diese Woche die Bühne der BofA Securities Global Metals, Mining & Steel Conference in Miami. Dort sprach er über die strategische Bedeutung von Wolfram und nahm an einer Fachrunde zu dem Metall teil. Am Folgetag stand beim Critical Minerals Forum die Sicherheit kritischer Lieferketten im Mittelpunkt.
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Der wichtigste operative Termin folgt Anfang Juni. Am 8. Juni stimmen die Aktionäre über die zweite Ausbaustufe der Sangdong-Mine in Südkorea ab. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Nach Abschluss der Erweiterung soll die jährliche Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen steigen. Damit würde Sangdong zu einem der größten Wolframprojekte außerhalb Chinas aufrücken.
Die erste Ausbaustufe ist auf 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern. Der Erzgehalt von rund 0,51 Prozent Wolframtrioxid liegt etwa dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt.
Montana bringt US-Komponente
Neben Korea gewinnt das Montana-Projekt an Gewicht. Almonty hält exklusive Rechte zur Exploration und Entwicklung des Gentung-Korridors; eine mögliche Produktionsbereitschaft wird für die zweite Jahreshälfte 2026 angestrebt.
Die erwartete Leistung liegt nach der ersten Planung bei etwa 140.000 Metric Ton Units pro Jahr. Für die USA ist das relevant, weil das Land seit 2015 kein Wolfram mehr produziert hat.
Hinzu kommt die politische Dimension. Geplante Beschaffungsregeln würden Wolfram aus China, Russland und Nordkorea ab 2027 von Verteidigungsaufträgen ausschließen. Ein heimischer Lieferpfad hätte damit strategischen Wert.
Der Kurs zeigt dennoch, wie viel Erwartung bereits eingepreist war. Seit Jahresbeginn liegt Almonty trotz der jüngsten Schwäche noch 100,91 Prozent im Plus; auf Sicht von zwölf Monaten beträgt der Anstieg 549,73 Prozent. Die nächsten Fixpunkte sind damit klar: die Abstimmung zur Sangdong-Erweiterung und der Nachweis, dass aus hohen Wolframpreisen auch nachhaltig höhere Ergebnisse werden.
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