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Almonty Aktie: Russell-Aufnahme am 29. Juni

Almonty Industries wird in Russell-Indizes aufgenommen, während die Aktie zuvor deutlich nachgab. Analysten sehen trotzdem Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aufnahme in Russell 1000 und 3000
  • Aktie fiel zuletzt um 14 Prozent
  • Umsatzsteigerung von 221 Prozent
  • Analysten bestätigen positive Ratings

Montag früh wird Almonty Industries in den Russell 1000 und Russell 3000 aufgenommen. Passive Fonds, die diese Indizes abbilden, müssen die Aktie dann kaufen — ob sie wollen oder nicht. Das Problem: Die Aktie ist in den vergangenen sieben Handelstagen um fast 14 Prozent gefallen und notiert mit 23,00 CAD rund 31 Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Erzwungene Käufe ab Montag

FTSE Russell hatte Almonty bereits am 22. Mai auf die vorläufige Aufnahmeliste gesetzt. Wirksam wird die Aufnahme zum Handelsbeginn am 29. Juni 2026. Ab diesem Moment müssen alle Indexfonds und ETFs, die den Russell 1000 oder Russell 3000 abbilden, Almonty-Aktien in ihrer Gewichtung halten.

Das Volumen hinter diesen Indizes ist enorm. Allein an den Russell-US-Indizes sind rund 12,2 Billionen Dollar an Vermögen ausgerichtet. Wer bisher kein Mandat hatte, Almonty zu kaufen, muss es ab Montag tun.

Die Aufnahme in den Russell 3000 zieht automatisch die Mitgliedschaft im Russell 1000 nach sich — und damit auch die Zugehörigkeit zu den entsprechenden Wachstums- und Substanzwert-Indizes.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Der Kursrückgang der vergangenen Wochen hat fundamentale Gründe kaum als Auslöser. Im ersten Quartal 2026 steigerte Almonty den Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Der operative Cashflow drehte von minus 4,4 Millionen Dollar auf plus 9,7 Millionen Dollar. Die Kassenreserven lagen Ende März bei 259,9 Millionen Dollar.

Das Unternehmen schreibt zwar noch rote Zahlen — der Quartalsverlust betrug 5,26 Millionen CAD. Ein Jahr zuvor lag er allerdings noch bei 34,62 Millionen CAD. Die Richtung stimmt.

Auf Jahressicht hat die Aktie trotz des jüngsten Rücksetzers noch 296 Prozent zugelegt. Der RSI liegt bei 40,9 — die Aktie nähert sich überverkauftem Terrain, hat es aber noch nicht erreicht.

Molybdän als zweiter Treiber

Parallel zur Index-Aufnahme liefert Almonty operative Fortschritte. Das Unternehmen hat bereits 37 Prozent der geplanten 26 Bohrlöcher im Sangdong-Molybdän-Projekt in Südkorea abgeschlossen. Die bisherigen Assay-Ergebnisse bestätigen Gehalte, die mit historischen Bohrungen übereinstimmen. Das spricht für die Kontinuität der bekannten Mineralisierung.

Südkorea kämpft mit einem Molybdän-Versorgungsengpass. Die Regierung drängt private Unternehmen, eigene Quellen zu sichern. Almonty könnte diese Lücke schließen.

Analysten bleiben bullish

Die Analysten haben den Rücksetzer nicht als Warnsignal gewertet. Oppenheimer hob das Kursziel Anfang Juni von 22,00 auf 25,00 Dollar an und bestätigte das „Outperform“-Rating. Texas Capital stufte die Aktie im April auf „Strong Buy“ hoch. Der Konsens liegt bei „Strong Buy“ mit einem Kursziel von 23,54 Dollar — nahezu identisch mit dem aktuellen Kurs.

Was Montag zeigt

Die Phase-2-Erweiterung des Sangdong-Wolframwerks soll 2027 in Betrieb gehen. Dann will Almonty die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr verdoppeln — und rund 40 Prozent des weltweiten Wolframbedarfs außerhalb Chinas decken.

Ob der institutionelle Kaufdruck durch die Index-Aufnahme den Verkaufsdruck der vergangenen Wochen absorbiert, zeigt sich bereits am Montag in den ersten Handelsstunden.

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Diskussion zu Almonty

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.