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Almonty Aktie: Red Mountain stakt Pioneer-Projekt neben Gentung

Almonty bereitet erste US-Wolframmine seit Jahren vor, während Konkurrent Claims sichert. Die Nachfrage treibt Preise auf Rekordniveau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Konkurrent sichert Claims nahe Almonty
  • Wolframpreise auf neuem Höchststand
  • US-Regierung stuft Importe als Bedrohung ein
  • Almonty startet Sangdong-Produktion

Während Almonty Industries seinen Hauptsitz nach Dillon, Montana, verlegt und die erste US-amerikanische Wolfram-Mine seit über einem Jahrzehnt vorbereitet, stakt ein australischer Explorer direkt angrenzend Claims ab. Das zeigt, wie heiß der Wettbewerb um strategische Rohstoffe geworden ist.

Red Mountain Mining (ASX: RMX) sicherte sich Ende April eine 30-tägige Kaufoption auf das Pioneer Tungsten Project — rund 2.000 Hektar, die unmittelbar an Almontys Gentung-Lagerstätte in Beaverhead County grenzen. Wolfram-Preise notieren inzwischen über 3.000 US-Dollar je metrische Tonne Wolframtrioxid, mehr als dreimal so hoch wie noch Ende 2025. Kein Wunder, dass Explorationsunternehmen jede verfügbare Fläche in der Nähe etablierter Projekte sichern wollen.

Gentung: Strategisch, nicht nur kommerziell

Almontys Gentung-Projekt verfügt über verifizierte Mineralressourcen von 7,53 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,315 % WO3. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen, mit einer geplanten Jahreskapazität von rund 140.000 metrischen Tonne-Einheiten WO3.

Der politische Rückenwind ist erheblich. Ein US-Regierungsbericht vom 29. April 2026 stufte die Abhängigkeit von importierten Kritikalrohstoffen offiziell als Bedrohung für die nationale Verteidigungsfähigkeit ein. Ab Januar 2027 müssen US-Rüstungsunternehmen Wolfram ausschließlich von nicht-chinesischen Lieferanten beziehen. Almonty ist von US-Gegenzöllen ausgenommen und hält bereits einen langfristigen Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders in Pennsylvania.

Japanische Lieferanten haben Samsung und SK Hynix unterdessen gewarnt, dass ihre Bestände an Wolframhexafluorid — unverzichtbar für die 3D-NAND-Chipproduktion — noch in diesem Sommer zur Neige gehen könnten. Die Engpässe reichen damit weit über den Verteidigungssektor hinaus.

Molybdän als zweites Standbein

Parallel baut Almonty eine zweite Einnahmequelle auf. Das Sangdong-Molybdän-Projekt in Südkorea ist vollständig genehmigt und soll ebenfalls Ende 2026 die Produktion aufnehmen. Ein exklusiver Abnahmevertrag mit SeAH M&S, dem weltgrößten Molybdänoxid-Schmelzer Südkoreas, sichert die Abnahme der gesamten Produktion über die gesamte Minenlaufzeit — bei einem garantierten Mindestpreis von 19 US-Dollar je Pfund. Bei einer geplanten Jahresmenge von 5.600 Tonnen ergibt sich daraus ein jährlicher Mindestumsatz von 234 Millionen US-Dollar.

SeAH baut seinerseits eine Verarbeitungsanlage in Temple, Texas, die Produkte an SpaceX sowie an die US-Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtindustrie liefern soll.

Sangdong produziert — Zahlen kommen am 21. Mai

Das Flaggschiff-Projekt Sangdong in Südkorea hat Ende März die Inbetriebnahmephase abgeschlossen und befindet sich nun in der kommerziellen Produktion. Phase 1 ist auf eine jährliche Erzverarbeitung von rund 640.000 Tonnen ausgelegt, mit einem erwarteten Wolframkonzentrat-Output von 2.300 Tonnen. Der durchschnittliche Erzgehalt von etwa 0,51 % WO3 liegt rund dreimal über dem globalen Durchschnitt.

Texas Capital, DA Davidson und B. Riley Financial bewerten die Aktie jeweils mit „Buy“ und nennen Kursziele zwischen 23 und 25 US-Dollar. Die Zahl institutioneller Fonds, die Almonty halten, ist um mehr als 55 % auf 107 gestiegen.

Die Toronto-notierten Aktien schlossen zuletzt bei 27,97 CAD — seit Jahresbeginn ein Plus von rund 133 %, über zwölf Monate sogar knapp 700 %. Am 21. Mai legt Almonty seinen Quartalsbericht vor, der erstmals harte Produktionszahlen aus Sangdong enthält. Am 8. Juni folgt die Hauptversammlung, auf der das Management voraussichtlich Pläne zur Verdopplung der Sangdong-Kapazität vorstellen wird.

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Diskussion zu Almonty

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.