Bei Almonty Industries kommt Charttechnik mit operativem Rückenwind zusammen. Nach einer mehrwöchigen Konsolidierung hat die Aktie des Wolframproduzenten an einer wichtigen Unterstützungszone gedreht. Der Rebound passt zu besseren Quartalszahlen und einem anstehenden Wechsel im Finanzressort.
Das macht die Bewegung interessant. Es geht nicht nur um eine technische Gegenreaktion, sondern um die Frage, ob der langfristige Aufwärtstrend durch fundamentale Fortschritte gestützt wird.
Käufer melden sich zurück
Nach dem Rekordhoch von 24,41 US-Dollar am 17. April 2026 geriet die Aktie unter Druck. Die Korrektur summierte sich auf rund 23 Prozent, bevor der Kurs an der unteren Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrendkanals Halt fand.
Seit diesem Test hat sich die Aktie wieder um mehr als 23 Prozent erholt. Damit bleibt die seit Anfang 2025 laufende technische Struktur intakt. Für chartorientierte Marktteilnehmer ist das ein klares Signal: Die Käufer verteidigen eine Zone, die zuletzt mehrfach als Orientierung diente.
Eine solche Bewegung gewinnt an Gewicht, wenn sie nicht isoliert steht. Bei Almonty fällt der technische Umschwung mit einer operativen Verbesserung zusammen.
Quartalszahlen liefern Rückenwind
Im ersten Quartal 2026 steigerte Almonty den Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen kanadische Dollar. Treiber waren höhere Wolframpreise und eine stabile Produktion. Das ist ein deutlicher Sprung für ein Unternehmen, das stark an den Preiszyklus kritischer Metalle gekoppelt ist.
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Auch beim Cashflow zeigt sich ein Wendepunkt. Der operative Cashflow lag bei plus 9,7 Millionen kanadischen Dollar, nach minus 4,4 Millionen kanadischen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA erreichte 6,1 Millionen kanadische Dollar.
Die Bilanzseite bleibt ebenfalls ein Argument. Zum 31. März 2026 verfügte Almonty über liquide Mittel von 259,9 Millionen kanadischen Dollar. Diese Finanzposition gibt dem Unternehmen Spielraum für die nächste Entwicklungsphase.
Neuer CFO, strategischer Rückenwind
Am 1. Juni 2026 übernimmt Jorge Beristain offiziell den Posten des Finanzchefs. Er folgt auf Brian Fox. Beristain bringt Erfahrung als Metall- und Minenanalyst von der Wall Street mit, was in einer Phase steigender Kapitalmarktaufmerksamkeit hilfreich sein kann.
Bei den Insidern zeigt sich ebenfalls ein positives Bild. In den vergangenen drei Monaten gab es Käufe, größere Verkäufe blieben aus. Der Insideranteil liegt bei etwa 10,2 Prozent.
Strategisch profitiert Almonty vom wachsenden Interesse westlicher Staaten an unabhängigen Lieferketten für kritische Rohstoffe. Wolfram spielt in Industrie- und Verteidigungsanwendungen eine wichtige Rolle. Die Sangdong-Mine in Südkorea rückt damit stärker in den Blick, zumal chinesische Exportbeschränkungen die Versorgungssicherheit zu einem zentralen Thema gemacht haben.
Der nächste konkrete Marker ist der CFO-Wechsel Anfang Juni. Hält die Aktie den zurückeroberten Aufwärtstrend, rücken die operativen Fortschritte stärker in den Vordergrund. Bricht die Unterstützung erneut, wäre der technische Rebound dagegen schnell infrage gestellt.
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