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Almonty Aktie: Pensionskassen bauen Positionen auf

Neue institutionelle Investoren stärken Almonty, während Jefferies die Aktie mit Kaufempfehlung und 26,25 US-Dollar Kursziel bewertet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ohio-Pensionsfonds kauft 109.121 Almonty-Aktien
  • Mehrere Fonds erweitern ihre Beteiligungen
  • ASX-Rückzug seit September vollzogen
  • Jefferies startet Bewertung mit Kaufempfehlung

Almonty Industries bekommt prominenten Zuwachs im Aktionärsregister. Das Wolfram-Unternehmen meldete zuletzt gleich mehrere neue institutionelle Positionen, während im Hintergrund die Abwicklung des Handelsplatzes Australien weiterläuft.

Neue Großanleger an Bord

Das Public Employees Retirement System of Ohio hat nach eigenen Angaben eine neue Position bei Almonty aufgebaut und dafür 109.121 Aktien im Wert von rund 1,81 Millionen US-Dollar erworben. Parallel dazu haben Van Eck Associates, Cooper Creek Partners und Encompass Capital Advisors ihre Bestände jüngsten Zusammenfassungen institutioneller Aktivitäten zufolge aufgestockt oder neu aufgebaut.

Für ein Unternehmen, dessen Aktie sich seit Jahresbeginn nach den vorliegenden Handelsdaten mehr als verdoppelt hat, ist das ein bemerkenswertes Signal: Pensionskassen und spezialisierte Fonds setzen offenbar nicht auf einen kurzfristigen Trade, sondern auf eine strukturelle Wette auf westliche Wolfram-Lieferketten.

Die Kursbewegung selbst blieb zuletzt volatil. Nach einem Rücksetzer von 5,2 Prozent Anfang September sprang die Aktie an einem Handelstag um 10,3 Prozent nach oben, ohne dass Berichte einen konkreten Unternehmensauslöser benannten – ein Muster, das für Titel mit hoher Schwankungsbreite und intensiver Nachfrage nach kritischen Rohstoffen nicht ungewöhnlich ist.

Aktuell notiert die Aktie bei 16,16 Euro und damit rund 22 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 20,61 Euro, das erst im April erreicht wurde – ein Hinweis darauf, dass trotz der jüngsten Käufe noch Luft nach oben besteht, sollte sich das Momentum fortsetzen.

ASX-Kapitel geschlossen, Nasdaq und Frankfurt bleiben

Endgültig abgeschlossen ist inzwischen der Rückzug von der australischen Börse. Die CHESS Depositary Interests von Almonty wurden zum Börsenschluss am 28. August von der ASX suspendiert, die Streichung von der offiziellen Notierungsliste folgte zum 1. September.

Das Unternehmen hatte den entsprechenden Zeitplan bereits am 24. Juli angekündigt. Der Handel an der Nasdaq und in Frankfurt läuft davon unberührt weiter – für Anleger ändert sich an der eigentlichen Handelbarkeit der Aktie also nichts, lediglich ein Nebenschauplatz mit vermutlich geringem Handelsvolumen entfällt.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Auch von der Analystenseite kam zuletzt Rückenwind. Jefferies nahm die Coverage von Almonty Anfang September mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 26,25 US-Dollar auf und begründete dies mit der Rolle des Unternehmens beim Aufbau westlicher Wolfram-Lieferketten.

Diese Einschätzung reiht sich in eine mehrheitlich positive Analystenmeinung ein, ohne dass sich daraus derzeit ein einheitliches, aktuelles Konsensbild in exakten Zahlen ableiten lässt.

Für Anleger bleibt die Gemengelage aus wachsendem institutionellem Interesse, frischer Analysten-Zustimmung und einer nach wie vor sehr schwankungsanfälligen Aktie die zentrale Beobachtungsgröße. Die Kombination aus strategischer Rohstoffposition und spekulativer Kursdynamik dürfte Almonty auch in den kommenden Wochen im Fokus halten.

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Diskussion zu Almonty

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.