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Almonty Aktie: Neuer CFO Beristain startet 1. Juni

Almonty Industries verlegt Firmensitz in die USA und ernennt neuen Finanzchef. Der Wolfram-Produzent steigert den Umsatz deutlich, bleibt aber netto in den roten Zahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Unternehmenssitz nach Montana verlegt
  • Neuer Finanzchef ab Juni 2026
  • Umsatzplus von 221 Prozent erzielt
  • Sangdong-Mine in Südkorea gestartet

Almonty Industries baut seinen nächsten Wachstumsschritt klar um die USA herum. Der Wolfram-Spezialist verlegt sein Machtzentrum nach Montana, tauscht den Finanzchef aus und rückt näher an amerikanische Industrie- und Verteidigungskunden. Dahinter steckt mehr als Standortpflege: Es geht um eine westliche Lieferkette für einen kritischen Rohstoff.

Neuer Finanzchef für die nächste Phase

Am 1. Juni 2026 übernimmt Jorge Beristain, CFA, den Posten des Finanzchefs. Er folgt auf Brian Fox, der das Unternehmen Anfang Mai verlassen hat. Beristain bringt Erfahrung aus Kapitalmärkten und Bergbau mit.

Der Wechsel passt zur nächsten Phase. Almonty steckt mitten im Übergang vom Entwickler zum groß angelegten Produzenten. Der neue CFO soll diese Phase am Kapitalmarkt begleiten und die Bergbau-Erfahrung in die Finanzierung einbringen.

Das Unternehmen hat seinen Sitz am 13. April 2026 von Toronto nach Dillon in Montana verlegt. CEO Lewis Black stellte diesen Kurs am 14. Mai 2026 in einer Keynote heraus. Almonty will sich enger an US-Interessen in Verteidigung und Technologie anlehnen.

Mit American Defense International hat Almonty einen Partner gewonnen, der die Position als Wolfram-Lieferant für die US-Industrie stärken soll. Das Ziel: weniger Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten.

Umsatzsprung trifft auf Nettoverlust

Operativ zeigt Almonty bereits deutlich mehr Größe. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 25,4 Millionen Dollar. Das war ein Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Höhere APT-Preise und starke Beiträge der Panasqueira-Mine in Portugal trieben das Wachstum. Damit zeigt sich, wie stark der Hebel bei Wolframpreisen wirkt. Für einen Produzenten im Hochlauf ist das ein wichtiger Punkt.

Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen Dollar, nach einem Verlust im Vorjahresquartal. Unter dem Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar. Hauptgrund waren nicht zahlungswirksame Neubewertungen von 8,4 Millionen Dollar.

Die Bilanz bleibt üppig ausgestattet. Zum Quartalsende verfügte Almonty über 259,9 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Das Working Capital lag bei 169,5 Millionen Dollar.

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Dazu trugen ein US-Börsengang und eine spätere Kapitalerhöhung bei. Der IPO brachte im Juli 2025 rund 90 Millionen Dollar ein.

Im Dezember 2025 folgte ein Follow-on-Angebot über 129,4 Millionen Dollar. Diese Mittel verschaffen dem Unternehmen Spielraum für den Produktionshochlauf und die geplanten Ausbauschritte.

Sangdong wird zum Schlüsselprojekt

Der wichtigste Hebel bleibt die Sangdong-Mine in Südkorea. Almonty schloss die Inbetriebnahme von Phase 1 im März 2026 ab. Damit kehrte die Mine nach mehr als drei Jahrzehnten in die Produktion zurück.

Bei voller Auslastung soll Sangdong rund 40 Prozent der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken. Das macht den Standort politisch relevant. China steht derzeit für knapp 88 Prozent des globalen Angebots.

Die geplante zweite Ausbaustufe soll die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Über die Sangdong-Erweiterung stimmen die Aktionäre am 9. Juni 2026 ab.

Auch in den USA arbeitet Almonty an einem eigenen Produktionsanker. Beim Gentung-Browns-Lake-Projekt in Montana strebt das Unternehmen Produktionsbereitschaft in der zweiten Jahreshälfte 2026 an. Der Standort soll die westliche Wolfram-Kette näher an amerikanische Abnehmer bringen.

In Portugal bleibt Panasqueira ein weiterer Baustein. Dort soll die Produktion auf 124.000 MTU steigen. Zusammen ergibt sich ein klarer Kurs: mehr Volumen, mehr US-Nähe, mehr Gewicht in kritischen Lieferketten.

Der nächste Takt ist eng gesetzt: Am 1. Juni startet Beristain als CFO, am 9. Juni folgt die Abstimmung zu Sangdong. Bestätigen Kapitalmarkt und Aktionäre den Kurs, rückt Almonty weiter in die Rolle eines westlichen Wolfram-Lieferanten mit US-Schwerpunkt.

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Diskussion zu Almonty

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.