Rekordumsätze und ein drastisch reduzierter Verlust prägen das erste Quartal von Almonty Industries. Parallel zum florierenden Wolfram-Geschäft schiebt das Management ein zweites Großprojekt in Südkorea an. Eine vollständig vertraglich gesicherte Molybdän-Mine rückt in greifbare Nähe und dürfte das Umsatzprofil des Rohstoffkonzerns langfristig verändern.
Operativer Wendepunkt erreicht
Die Zahlen für das Auftaktquartal 2026 fallen deutlich positiv aus. Der Umsatz sprang um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 6,1 Millionen US-Dollar.
Hinzu kommt ein positiver operativer Cashflow von 9,7 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust auf 5,3 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von fast 35 Millionen in den Büchern stand.
Der verbleibende Buchverlust resultiert paradoxerweise aus einer positiven Entwicklung. Der Aktienkurs kletterte im Quartalsverlauf von gut 12 auf über 20 US-Dollar. Diese Aufwertung erzwang eine buchhalterische Neubewertung von Derivat- und Optionsverbindlichkeiten, was das Nettoergebnis belastete. Operativ profitierte Almonty indes von hohen Spotpreisen für Wolfram und einer starken Förderung in der portugiesischen Panasqueira-Mine.
Molybdän als zweites Standbein
Während Wolfram das Tagesgeschäft dominiert, entwickelt die Tochtergesellschaft Almonty Korea Moly Corp. ein weiteres Projekt. Nur 150 Meter von der Sangdong-Wolframmine entfernt entsteht eine Molybdän-Anlage. Die Genehmigungen für den Abbau liegen vollständig vor. Der Produktionsstart ist für Ende 2026 geplant, die Lebensdauer der Mine wird auf 60 Jahre geschätzt.
Die künftige Jahresproduktion von rund 5.600 Tonnen ist bereits komplett vergeben. Almonty hat einen exklusiven Abnahmevertrag über 100 Prozent der Fördermenge mit SeAH M&S geschlossen, dem weltweit zweitgrößten Betreiber von Molybdänoxid-Schmelzen. Ein harter Mindestpreis von 19,00 US-Dollar pro Pfund sichert dabei die finanzielle Basis ab.
SeAH baut derzeit für 110 Millionen US-Dollar eine Verarbeitungsanlage in Texas. Diese soll künftig SpaceX sowie die US-Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie beliefern. Die südkoreanische Molybdän-Produktion von Almonty wird damit direkt an nordamerikanische Rüstungslieferketten angebunden.
Neuer Finanzchef und anstehende Produktionsdaten
Den Hochlauf der neuen Projekte begleitet ein Wechsel im Management. Jorge Beristain übernimmt zum 1. Juni die Position des Chief Financial Officer. Der ehemalige Vizepräsident des Metallverarbeiters Ryerson folgt auf Brian Fox, der das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen hat.
Am morgigen 21. Mai liefert CEO Lewis Black das nächste Puzzleteil. Almonty veröffentlicht die ersten Produktionszahlen der Sangdong-Wolframmine. Die dortige Anlage ist auf die Verarbeitung von 640.000 Tonnen Material pro Jahr ausgelegt. Da auch hier ein Abnahmevertrag über 15 Jahre existiert, zeigen die morgigen Daten, wie schnell das Unternehmen seine geplante Kapazität in der Praxis erreicht.
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