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Almonty Aktie: GTP-Vertrag 40% aufgestockt auf 4,41 Millionen MTU

Almonty Industries startet Verarbeitung in der Sangdong-Mine und erweitert Abnahmevertrag mit GTP massiv. Analysten heben Kursziele an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sangdong-Mine startet Verarbeitungsbetrieb
  • GTP-Vertrag auf 21 Jahre verlängert
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung
  • Aktie trotz positiver News im Minus

Almonty Industries hat in den vergangenen Tagen gleich mehrere positive Nachrichten geliefert – und trotzdem hat die Aktie zuletzt deutlich an Boden verloren. Die Sangdong-Mine in Südkorea hat Anfang Juli 2026 die Verarbeitung aufgenommen, ein zentraler Abnahmevertrag wurde massiv aufgestockt, und Analysten haben ihre Kursziele angehoben. Am Markt zeigt sich damit ein Bild, wie es für Rohstoffwerte in volatilen Phasen typisch ist: Operative Fortschritte und Kursverlauf laufen zeitweise auseinander.

Sangdong nimmt Fahrt auf, GTP-Vertrag deutlich aufgestockt

Die Verarbeitungsanlage der Sangdong-Mine ist Anfang Juli 2026 in Betrieb gegangen. Almonty verweist auf eine Erzreserve von rund 140.000 Tonnen, ein Lagerbestand von etwa 139.700 Tonnen mit einem WO3-Gehalt von 0,25 Prozent soll einen Bruttowert von rund 68 Millionen US-Dollar repräsentieren. Zur Finanzierung des Ausbaus hatte das Unternehmen zuvor eine Wandelanleihe über 700 Millionen US-Dollar platziert, aus der laut Unternehmensangaben Nettoerlöse von rund 772,7 Millionen US-Dollar zuflossen.

Kernstück der jüngsten Nachrichten ist die Erweiterung des Abnahmevertrags mit dem US-Abnehmer Global Tungsten & Powders (GTP). Die Laufzeit wurde von 15 auf 21 Jahre verlängert, das kontrahierte Volumen steigt um 40 Prozent auf 4,41 Millionen MTU, die Preisformel verbessert sich um 6,3 Prozent. Almonty rechnet dadurch mit einem zusätzlichen Jahresumsatz von mindestens 30 Millionen US-Dollar, über die gesamte Vertragslaufzeit summiert sich das laut Unternehmensangaben auf rund 630 Millionen US-Dollar. Der Vertrag deckt nach Unternehmensangaben etwa 90 Prozent der Phase-I-Produktion ab, eine mögliche Phase II ist darin nicht enthalten.

Analysten heben Kursziele an

Die Analysten von Sphene Capital haben ihre Einstufung für Almonty Industries am 20. Juli 2026 auf „Buy“ bestätigt und das Kursziel von 37,40 auf 38,90 kanadische Dollar angehoben. Analyst Peter Thilo Hasler begründet dies mit der verlängerten und aufgestockten GTP-Vereinbarung. Bezogen auf einen Vergleichskurs von 19,25 kanadischen Dollar ergibt sich daraus ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von gut 100 Prozent. Auch international zeigen sich Analysten zuversichtlich: Cantor Fitzgerald nennt ein Kursziel von 25,50 US-Dollar, D.A. Davidson sieht die Aktie bei 33 US-Dollar.

Geopolitischer Rückenwind für westliche Wolframproduzenten

Der Hintergrund für das Interesse an Almonty ist ein globaler Nachfrageschub bei Wolfram. Die Internationale Energieagentur warnt in ihrem „Global Critical Minerals Outlook 2026“ vor einer gefährlichen Konzentration der Raffinationskapazitäten, verschärften Exportkontrollen und rückläufigen Investitionen. Der Wolframpreis hat sich der Agentur zufolge zwischen Januar 2025 und April 2026 versechsfacht, während Investitionen in kritische Mineralien 2025 insgesamt um 9 Prozent zurückgingen. China kontrolliert nach übereinstimmenden Angaben rund 80 Prozent der weltweiten Wolframproduktion – ein Umstand, der westliche Abnehmer aus Rüstungs- und Industriesektor zunehmend nach alternativen Quellen suchen lässt.

Dass dieses Thema auch andere Investoren umtreibt, zeigt ein Engagement in Australien: Fortescue-Gründer Andrew Forrest hat rund 190 Millionen US-Dollar in einen Anteil von 16,8 Prozent an EQ Resources investiert, das mit den Minen Mt Carbine in Queensland und Barruecopardo in Spanien als größter westlicher Wolframproduzent außerhalb Chinas gilt. Almonty positioniert sich mit Sangdong in einem vergleichbaren strategischen Umfeld als Lieferant für westliche Abnehmerketten, unter anderem in der Rüstungsindustrie.

Kursbild: Deutliche Korrektur nach starkem Lauf

Der operative Newsflow hat sich zuletzt nicht eins zu eins im Kurs niedergeschlagen. Die Aktie schloss am Montag bei 19,53 kanadischen Dollar, ein Plus von 1,45 Prozent gegenüber dem Vortag. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Rückgang von 25,97 Prozent zu Buche, und vom 52-Wochen-Hoch bei 33,35 kanadischen Dollar, erreicht am 17. April 2026, notiert der Titel derzeit 41,44 Prozent entfernt. Auf Jahressicht bleibt der Wert mit einem Plus von 216,02 Prozent dennoch einer der auffälligsten Performer im Rohstoffsektor – die jüngste Schwäche relativiert sich damit auch als Konsolidierung nach einem sehr dynamischen Anstieg.

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