Almonty Industries nutzt diese Woche, um die Wolfram-Story breiter zu erzählen. Der Auftritt von CEO Lewis Black auf zwei Rohstoffveranstaltungen trifft auf eine Aktie, die nach einer massiven Rally eine kurze Atempause einlegt. Im Zentrum steht die Sangdong-Mine in Südkorea — und ihre Rolle in westlichen Lieferketten.
Miami wird zur Bühne
Black präsentiert am Mittwoch, 13. Mai, auf der BofA Securities Global Metals, Mining & Steel Conference in Miami. Neben der Unternehmenspräsentation stehen Einzelgespräche mit Investoren auf dem Programm. Am Nachmittag nimmt er an einer Wolfram-Diskussion teil und dürfte dort vor allem die strategische Bedeutung des Metalls herausstellen.
Am Donnerstag folgt das Critical Minerals Forum. Dort hält Black eine Keynote mit dem Titel „Kein Team, kein Wolfram, keine Zeit: Die Humankapitalkrise im Bergbau“. Außerdem sitzt er in einer Runde zur Frage, wer die kritischen Rohstoffketten künftig kontrolliert.
Das passt zur aktuellen Positionierung. Almonty will nicht nur als Minenbetreiber wahrgenommen werden, sondern als möglicher Baustein einer weniger China-abhängigen Wolframversorgung. Genau diese Erzählung treibt die Bewertung bereits seit Monaten.
Aktie hält hohes Niveau
Am Dienstag notiert die Aktie bei 28,14 CAD und verliert im Tagesverlauf 1,68 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 133,92 Prozent zu Buche.
Der Abstand zum jüngsten Hoch bleibt überschaubar. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 32,07 CAD liegt der Kurs rund zwölf Prozent niedriger. Der Trend ist weiter deutlich positiv: Der Kurs notiert klar über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage.
Die starke Bewegung erhöht allerdings den Anspruch an operative Fortschritte. Nach einer Verachtfachung binnen eines Jahres reichen Schlagworte allein nicht mehr. Der Markt will sehen, dass Sangdong planbar Umsatz und Cashflow liefert.
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Sangdong liefert erste Signale
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Der operative Cashflow lag bei 9,7 Millionen Dollar und drehte damit deutlich ins Plus.
Unter dem Strich schrieb Almonty weiter rote Zahlen. Der Nettoverlust belief sich auf 5,3 Millionen Dollar oder 0,02 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust noch 34,6 Millionen Dollar betragen.
Ein Teil der Verbesserung erklärt sich durch den Wegfall eines nicht zahlungswirksamen Bewertungseffekts aus Optionsscheinverbindlichkeiten. Operativ zählt nun vor allem der Hochlauf der Mine. Der CFO-Wechsel soll dieses Wachstum finanziell begleiten.
Rohstoffpolitisch kommt Rückenwind hinzu. Ab dem 1. Januar 2027 verbieten die USA Wolfram-Importe für Verteidigungszwecke aus China, Russland, Iran und Nordkorea. Die erste Anlage in Sangdong ist auf 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll daraus rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat gewinnen.
Parallel wirbt Almonty um langfristige Aktionäre. Ein Wettbewerb richtet sich an berechtigte kanadische Anteilseigner, die mindestens drei Jahre investiert sind, und bietet eine Reise zur Sangdong-Mine. Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende Mai.
Nach den Terminen in Miami rückt wieder die Mine selbst in den Vordergrund. Der nächste Belastungstest für die Story ist nicht eine weitere Konferenz, sondern die Frage, ob Sangdong den frühen Umsatz- und Cashflow-Impuls verstetigen kann.
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