Almonty geht in eine verdichtete Phase. Beim Sangdong-Projekt in Südkorea treffen ein neuer Finanzchef, ein gesicherter Molybdän-Abnahmevertrag und eine wichtige Aktionärsabstimmung aufeinander. Der Kurs hat zuletzt nachgegeben, die operative Story bleibt aber eng mit einem angespannten Wolframmarkt verknüpft.
Sangdong bekommt zweite Rohstoffschiene
Neben Wolfram will Almonty am Standort Sangdong eine zusätzliche Erlösquelle aufbauen. Das Molybdän-Projekt liegt nur 150 Meter von der Wolframmine entfernt, die Produktion soll bis Ende 2026 anlaufen, die erwartete Lebensdauer liegt bei rund 60 Jahren.
Der Abnehmer steht bereits bereit: Südkoreas SeAH M&S hat eine exklusive Kaufvereinbarung für die gesamte Molybdän-Produktion unterzeichnet. Bei voller Kapazität geht es um rund 5.600 Tonnen pro Jahr, der Vertrag enthält einen Mindestpreis von 19,00 Dollar je Pfund vor Verarbeitungsabzügen.
Der Standortvorteil ist klar. Gemeinsame Infrastruktur, kurze Wege und vorhandenes technisches Know-how könnten Investitionskosten und Entwicklungszeit drücken. Für ein Unternehmen in der Hochlaufphase zählt genau das.
Aktionäre stimmen über Ausbau ab
Am 9. Juni 2026 steht die Hauptversammlung an, Beginn ist um 10:00 Uhr Toronto-Zeit. Neben den üblichen Punkten wie Verwaltungsrat und Abschlussprüfung kommt eine strategisch deutlich wichtigere Entscheidung auf die Tagesordnung.
Zur Abstimmung steht die zweite Ausbaustufe von Sangdong. Sie würde die Verarbeitungskapazität bis 2027 auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen und eine jährliche Wolframproduktion von mehr als 460.000 MTU ermöglichen. Das entspräche etwa 40 Prozent des nicht-chinesischen Marktes.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Kurz vor dieser Abstimmung übernimmt Jorge Beristain den CFO-Posten. Er tritt am 1. Juni 2026 an und bringt Erfahrung aus der Metall- und Bergbaufinanzierung mit, unter anderem von Ryerson Holding und Central Steel & Wire. Sein Vorgänger Brian Fox schied mit sofortiger Wirkung aus; übergangsweise sprang Entwicklungschef Guillaume de Lamaziere ein.
Wolframpreis liefert Rückenwind
Der Markt für Ammoniumparawolframat hat sich stark bewegt. Der APT-Preis stieg von rund 862,50 Dollar je MTU auf etwa 3.140 Dollar. Treiber sind chinesische Exportbeschränkungen und der wachsende Druck westlicher Abnehmer, kritische Rohstoffe außerhalb Chinas zu sichern.
China hat sein System von Exportquoten auf Lizenzen umgestellt, an denen nur 15 staatlich kontrollierte Firmen beteiligt sind. Ab Januar 2027 dürfen US-Verteidigungsunternehmen kein chinesisches Wolfram mehr verwenden. Almonty profitiert hier von langfristigen Liefervereinbarungen und einem verbindlichen Abnahmevertrag mit Tungsten Parts Wyoming.
Die Aktie schloss am Freitag bei 24,02 kanadischen Dollar, ein Tagesminus von 4,68 Prozent und ein Wochenverlust von 10,64 Prozent. Nach dem starken Lauf ist das kein kleiner, aber auch kein ungewöhnlicher Rücksetzer: Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs nahezu verdoppelt.
Finanziell hat das Unternehmen Spielraum. Zum 31. März 2026 lagen die liquiden Mittel bei 259,9 Millionen Dollar, das Working Capital bei 169,5 Millionen Dollar. Der Termin am 9. Juni setzt nun den nächsten klaren Marker: Er entscheidet, ob Sangdong den Schritt in eine deutlich größere Produktionsdimension nehmen soll.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
