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Almonty Aktie: 9,7 Millionen Dollar operativer Cashflow

Almonty meldet erstmals positiven operativen Cashflow und einen neuen Finanzchef. Die Sangdong-Mine in Südkorea treibt den strategischen Wandel voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer Finanzchef ab Juni
  • Operativer Cashflow wird positiv
  • Sangdong-Mine startet Produktion
  • Indexaufnahme für Ende Juni geplant

Bei Almonty bündeln sich in den nächsten Wochen mehrere Weichenstellungen. Ein neuer Finanzchef übernimmt, das Auftaktquartal bringt erstmals positiven operativen Cashflow und die Sangdong-Mine in Südkorea fährt weiter hoch. Der Markt bewertet längst nicht mehr nur eine Mine, sondern eine mögliche Schlüsselrolle in der westlichen Wolframversorgung.

Die Aktie notiert bei 28,04 CAD und liegt heute knapp 2 Prozent im Minus. Seit Jahresanfang bleibt dennoch ein Plus von 133,08 Prozent stehen.

Neuer Finanzchef vor dem Minenhochlauf

Jorge Beristain übernimmt zum 1. Juni 2026 den Posten des Finanzchefs. Er folgt auf Guillaume de Lamaziere, der die Rolle übergangsweise ausfüllte und weiter als Chief Development Officer arbeitet.

Beristain bringt Kapitalmarkterfahrung aus börsennotierten Metall- und Bergbauunternehmen mit. Zu seinen Stationen zählen Ryerson Holding und Central Steel & Wire. Früher leitete er bei Deutsche Bank Securities das Research für den Metall- und Bergbausektor in Amerika.

Das Timing ist wichtig. Almonty braucht in der nächsten Phase nicht nur operative Disziplin, sondern auch glaubwürdige Finanzführung. Sangdong soll vom Projektstatus in die kommerzielle Produktion wachsen.

Cashflow dreht ins Positive

Im Auftaktquartal stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Haupttreiber war der deutlich höhere Spotpreis für Wolfram-APT. Die Panasqueira-Mine lieferte weiter solide operative Beiträge.

Der operative Cashflow erreichte 9,7 Millionen Dollar nach einem Abfluss von 4,4 Millionen Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen Dollar. Damit rückt Almonty finanziell in eine andere Kategorie.

Die Bilanz gibt dem Unternehmen Spielraum. Ende März lagen die liquiden Mittel bei 259,9 Millionen Dollar. Das Working Capital betrug 169,5 Millionen Dollar, während der Nettoverlust auf 5,3 Millionen Dollar sank.

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Im Vorjahr hatte Almonty noch einen Verlust von 34,6 Millionen Dollar ausgewiesen. Damals belastete vor allem ein nicht zahlungswirksamer Verlust aus der Neubewertung von Optionsschein-Verbindlichkeiten.

Auch im aktuellen Quartal gab es solche Effekte. Almonty verbuchte 6,4 Millionen Dollar aus eingebetteten Derivaten und weitere 2,0 Millionen Dollar aus Optionsschein-Verbindlichkeiten. Diese Posten hängen mit dem starken Anstieg des Aktienkurses zusammen.

Sangdong soll den Maßstab verändern

Operativ dreht sich alles um Sangdong in der südkoreanischen Provinz Gangwon. Almonty hat die erste Inbetriebnahmephase abgeschlossen. Damit kehrt die Mine nach mehr als 30 Jahren wieder in die Produktion zurück.

Die Aufbereitungsanlage ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt. Daraus sollen etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat entstehen. Für einen Markt mit hoher China-Abhängigkeit ist das mehr als ein normales Minenprojekt.

Die nächste Ausbaustufe soll 2027 anlaufen. Dann will Almonty die Kapazität auf etwa 1,2 Millionen Tonnen Erz erhöhen und die Produktion auf rund 4.600 Tonnen Wolframkonzentrat verdoppeln. Bei voller Auslastung könnte Sangdong rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas bedienen.

CEO Lewis Black stellte diese Rolle zuletzt auch öffentlich heraus. Im Zentrum stehen Lieferketten, Chinas Marktmacht, Halbleiter, Verteidigung und der zusätzliche Bedarf durch KI-Infrastruktur. Genau dort liegt der strategische Hebel der Aktie.

Juni bringt weitere Termine

Der Kalender bleibt dicht. Am 9. Juni 2026 steht die Hauptversammlung in Toronto an. Ende Juni soll Almonty außerdem in den Russell 1000 und den Russell 3000 aufgenommen werden.

Wirksam werden soll die Indexaufnahme zum Handelsstart am 29. Juni 2026. Das kann zusätzliche Nachfrage von indexnahen Investoren auslösen. Wichtiger bleibt aber, ob Sangdong den Hochlauf sauber schafft und der positive operative Cashflow keine Eintagsfliege bleibt.

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Diskussion zu Almonty

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.