Almonty Industries baut seine Position als westlicher Wolfram-Lieferant massiv aus. Der Konzern sicherte sich gerade frisches Kapital in dreistelliger Millionenhöhe. Parallel dazu formiert sich die Führungsspitze neu. Das Ziel: Die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten brechen.
Wandelanleihe spült Millionen in die Kasse
Die Nachfrage der Investoren war enorm. Almonty platzierte erfolgreich eine Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar. Die Emission war deutlich überzeichnet. Nach Abzug der Kosten fließen dem Unternehmen rund 773 Millionen US-Dollar zu.
Mit dem Geld will das Management bestehende Schulden ablösen. Ein weiterer Teil fließt in spezielle Finanzinstrumente, um eine Verwässerung der Aktien zu verhindern. Der Rest stärkt die Kriegskasse für das operative Geschäft.
Neuer Finanzchef für die Wachstumsphase
Zeitgleich mit der Finanzierung trat Jorge Beristain sein Amt als neuer Finanzchef an. Der Manager bringt Erfahrung von Ryerson Holding und der Deutschen Bank mit. Seine Aufgabe ist klar definiert. Er soll das finanzielle Fundament für die anlaufende Produktion stärken.
Die wichtige Sangdong-Mine in Südkorea liefert im Juni erste operative Daten. Schon im Juli erreicht die erste Ausbaustufe voraussichtlich ihre volle Kapazität. Danach folgt direkt der nächste Schritt. Die Planungen für eine Verdopplung der Fördermenge starten in Kürze.
Index-Aufstieg treibt die Nachfrage
Rückenwind kommt auch vom Kapitalmarkt. Ende Juni rückt Almonty in die bekannten Russell-Indizes auf. Indexfonds müssen die Aktie dann zwingend kaufen. Schätzungen gehen von einer zusätzlichen Nachfrage von 13 Millionen Papieren aus. Das entspricht dem Dreifachen des durchschnittlichen Tagesvolumens.
Analysten reagieren positiv auf diese Entwicklung. Oppenheimer hob das Kursziel kürzlich auf 25 US-Dollar an und rät zum Kauf.
An der Börse zeigt die Strategie Wirkung. Die Aktie notiert aktuell bei 25,44 Kanadischen Dollar. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 111 Prozent. Damit hat sich der Kurs von den jüngsten Verwässerungsängsten erholt. Hält die Unterstützung durch die anstehenden Indexkäufe, rückt das 52-Wochen-Hoch von rund 33 Kanadischen Dollar wieder in greifbare Nähe.
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