Almonty Industries rüstet sich für den direkten Wettbewerb mit China. Der Wolfram-Produzent sichert sich frisches Kapital in dreistelliger Millionenhöhe. Damit will der Konzern eine westliche Lieferkette für den kritischen Rohstoff aufbauen.
Die Nachfrage der Investoren übertraf die Erwartungen deutlich. Almonty sammelte über eine Wandelanleihe brutto 800 Millionen US-Dollar ein. Nach Abzug aller Gebühren bleiben dem Unternehmen netto rund 773 Millionen US-Dollar. Das Papier läuft bis zum Jahr 2031.
Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 27,40 US-Dollar. Das entspricht einem satten Aufschlag auf den jüngsten Aktienkurs. Um eine Verwässerung abzufedern, fließen 83 Millionen US-Dollar in spezielle Absicherungsgeschäfte. Diese greifen bis zu einem Kurs von gut 41 US-Dollar.
Das restliche Geld hat klare Bestimmungsorte. Almonty nutzt 543 Millionen US-Dollar für das allgemeine Betriebskapital. Weitere 50 Millionen fließen in die Umschuldung bestehender Kredite. Der Rest finanziert den Ausbau der Sangdong-Mine in Südkorea.
Rückhalt für das Management
Parallel zur Finanzierung holte sich der Vorstand ein klares Mandat der Aktionäre. Auf der Hauptversammlung in Toronto bestätigten die Anteilseigner alle sieben Direktoren. CEO Lewis Black erhielt knapp 79 Prozent der Stimmen.
Auffällig ist die massive Unterstützung für die US-Verteidigungsexperten im Aufsichtsrat. Die Generäle Gustave F. Perna und Alan Estevez sicherten sich jeweils fast 100 Prozent Zustimmung. Das Signal ist eindeutig. Almonty positioniert sich gezielt als strategischer Partner für die westliche Rüstungsindustrie.
Der Weg zur Unabhängigkeit
Der Konzern treibt seine Expansion auf mehreren Kontinenten voran. Neben Minen in Portugal und Spanien steht das südkoreanische Sangdong-Projekt im Mittelpunkt. Diese Anlage soll zu einem der größten Wolfram-Lieferanten außerhalb Chinas aufsteigen.
Der Konzern schließt seine Neuausrichtung in den kommenden Wochen ab. Almonty verlegt seinen Hauptsitz in die USA. Im gleichen Schritt steht die Aufnahme in die Aktienindizes Russell 1000 und Russell 3000 an. Damit rückt der Wolfram-Produzent direkt auf den Radar großer US-Investoren.
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