Südkorea hat ein massives Rohstoffproblem. Genau in diese Lücke stößt jetzt Almonty Industries. Während die Wolfram-Produktion im Sangdong-Komplex erstmals Geld in die Kasse spült, bohrt der Konzern direkt nebenan nach Molybdän. Das Timing für dieses zweite kritische Metall könnte kaum besser sein.
Südkorea schlägt Alarm
Die Regierung in Seoul stuft den Molybdän-Mangel inzwischen als nationalen Notfall ein. Die staatlichen Reserven schwinden. Entsprechend ruft Südkorea private Unternehmen dringend zur Beschaffung auf. Der Spotpreis für das Metall kletterte im vergangenen Jahr um gut 23 Prozent.
Almonty nutzt seine bestehende Infrastruktur der Sangdong-Mine für ein neues Bohrprogramm. Bisher hat das Team knapp 40 Prozent der geplanten Bohrlöcher absolviert. Die ersten Ergebnisse bestätigen die historisch hohen Erzgehalte. Das reduziert das geologische Risiko für den Konzern erheblich.
Auch die kommerzielle Seite steht bereits. Almonty hat sich einen Abnahmevertrag mit dem südkoreanischen Industriegiganten SeAH gesichert. Sobald die Ausmaße des Vorkommens feststehen, will das Management zügig mit dem Abbau beginnen.
Frisches Kapital und schwarze Zahlen
Der Vorstoß bei Molybdän ruht auf einem soliden finanziellen Fundament. Im ersten Quartal 2026 verdreifachte der Konzern seinen Umsatz auf 25,4 Millionen kanadische Dollar. Der operative Cashflow drehte deutlich ins Plus. Am Ende stand ein operativer Gewinn von 6,1 Millionen Dollar in den Büchern.
Die Kriegskasse ist prall gefüllt. Kürzlich sammelte Almonty über Wandelanleihen frisches Kapital ein. Nach Abzug aller Kosten flossen dem Unternehmen rund 773 Millionen US-Dollar zu. Die Papiere laufen bis zum Jahr 2031 und sind niedrig verzinst.
Ein Großteil dieser Mittel fließt in das allgemeine Geschäft und mögliche Zukäufe. Der Rest sichert den Ausbau der Sangdong-Wolframmine. Sie soll zur größten Quelle außerhalb Chinas aufsteigen.
Geopolitik als Kurstreiber
Die strategische Bedeutung der Metalle wächst rasant. Japanische Chemiekonzerne warnten Chip-Riesen wie Samsung bereits vor kritischen Engpässen bei Wolframhexafluorid. Ohne das Gas droht ab Mitte 2026 ein Produktionsstopp bei modernen Halbleitern.
Parallel dazu verschärft sich die geopolitische Lage. China hat die Exportkontrollen für kritische Mineralien angezogen. Die USA verbieten ihren Rüstungskonzernen ab Januar 2027 den Bezug von Wolfram aus chinesischen oder russischen Quellen.
Die Konsequenz: Almonty verlegte seinen Hauptsitz kürzlich von Toronto nach Montana. Damit positioniert sich der Konzern rechtzeitig als heimischer US-Lieferant.
Der nächste handfeste Impuls für die Aktie steht bereits fest. Anleger blicken auf den Abschluss des Molybdän-Bohrprogramms und die anschließende Ressourcenschätzung. Verläuft der Ausbau nach Plan, verdoppelt die Mine im Jahr 2027 ihre Kapazität. Almonty würde damit zu einem dualen Rohstoff-Hub aufsteigen, der in der westlichen Welt konkurrenzlos ist.
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