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Almonty Aktie: 640.000 Tonnen in Sangdong

Almonty Industries baut mit Minen in Südkorea und den USA eine unabhängige Wolfram-Lieferkette auf. Der Aktienkurs steigt massiv.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wolfram als kritischer Rohstoff eingestuft
  • Sangdong-Mine in Südkorea als Kernprojekt
  • Hauptsitzverlegung in die USA
  • Integration in US-Rüstungsindustrie geplant

Wolfram klingt im ersten Moment unspektakulär. Das Schwermetall ist extrem hart und hitzebeständig. Ohne diesen Rohstoff stehen moderne Rüstungsindustrien still. Auch die Halbleiterproduktion braucht das Material dringend. Das Problem der westlichen Welt: China kontrolliert den Markt. Almonty Industries greift dieses Monopol nun an.

Die Börse feiert diese strategische Neuausrichtung. Die Almonty-Aktie schloss am Mittwoch bei 26,73 kanadischen Dollar. Das entspricht einem massiven Plus von 471 Prozent auf Jahressicht. Seit Januar kletterte der Kurs um 122 Prozent. Ein derartiger Anstieg spiegelt mehr als nur gute Zahlen wider. Er zeigt einen strukturellen Wandel. Anleger setzen auf die neue Rohstoff-Souveränität des Westens.

Weg von Peking

Die USA und Europa stufen Wolfram als kritischen Rohstoff ein. Die Abhängigkeit von Peking birgt enorme Risiken. Exportkontrollen könnten westliche Lieferketten jederzeit kappen. Almonty positioniert sich hier als Retter in der Not. Das Unternehmen baut eine sichere Lieferkette außerhalb Chinas auf.

Das Herzstück dieser Strategie liegt in Südkorea. Die Sangdong-Mine gilt als eines der weltbesten Wolfram-Vorkommen. Almonty baut diesen historischen Standort nach modernen Standards wieder auf. In der ersten Phase verarbeitet die Anlage 640.000 Tonnen Erz jährlich. Später soll die Kapazität weiter steigen. Parallel dazu betreibt der Konzern die Panasqueira-Mine in Portugal.

Direkter Draht ins Pentagon

Der eigentliche Coup findet in den USA statt. Almonty verlegte seinen Hauptsitz nach Dillon im Bundesstaat Montana. Dort treibt das Unternehmen das Gentung Browns Lake Projekt voran. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Das Ziel: eine tiefe Integration in die US-Rüstungsindustrie.

Dafür holte das Management ehemalige US-Generäle in den Aufsichtsrat. Die Beziehungen zum Pentagon sollen enger werden. Reicht dieses politische Netzwerk aus, um dauerhaft gegen die chinesische Dominanz zu bestehen? Die aktuellen Marktdaten sprechen eine klare Sprache.

Mit rund 4,4 Milliarden Euro Börsenwert erreicht Almonty eine neue Gewichtsklasse. Die hohe Volatilität zeigt die Nervosität im Rohstoffsektor. Der Kurs hält sich stabil nahe dem 50-Tage-Durchschnitt von 27,13 Dollar. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt knapp 20 Prozent. Der geplante Produktionsstart in Montana wird der nächste harte Lackmustest für diese Bewertung.

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